Gleichberechtigung in der Familie: Wieso sollten das Männer nicht können?

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Sie kochen, waschen, wickeln – und sind in der Regel immer noch die Hauptverdiener in der Familie: Väter. Doch während in der Vergangenheit die Väterrolle ganz klar definiert war – Geld verdienen und streng sein – hat sich das Väterbild in den letzten 30 Jahren fundamental verändert. Von Vätern wird heute erwartet, dass sie „sich voll einbringen“, aber Rollenbilder, Arbeitgeber*innen, Politik und nicht zuletzt sie selbst hindern sie daran, und bleiben dann ein Elternteil zweiter Klasse.

Warum ist Gleichberechtigung im Alltag so schwer?

Journalist, Vater und Elternblogger Fabian Soethof hat nun ein Buch zum Thema Vater sein und Gleichberechtigung geschrieben – aus Männersicht. Er beschäftigt sich damit, was einen guten Vater ausmacht und wie man es schaffen könnte, nicht zwischen Familie und Beruf zerrissen zu werden.
Fabian Soethof analysiert scharf die Ist-Situation. „Alte Rollenbilder gibt es weiterhin überall: Wir sind noch lange nicht so gleichberechtigt wie viele denken“, sagt er beispielsweise und stellt eine überraschende These auf: „Wir sollten alle weniger arbeiten“ – das wäre nicht nur für das Familienleben der richtige Weg. Soethof hat ein Buch für Männer geschrieben und gleichzeitig eine spannende Lektüre für Mütter – denn Frauen, Männer, Kinder und die Gesellschaft würden von echter Gleichberechtigung profitieren.

Hilfreiche Gleichberechtigung in der Familie leben

Viele Väter wollen heute nicht mehr nur finanzielle Verantwortung übernehmen, sondern Familie und Erziehung gleichberechtigt leben. Doch in vielen Köpfen stecken alte Rollen! Auch wenn sich Paare Fairness im Familienleben wünschen: Die meisten geraten schnell in traditionelles Fahrwasser – zum Leidwesen der Mütter, der Beziehung, der Kinder und der Männer selbst. Journalist, Vater und Elternblogger Fabian Soethof kennt die Widersprüche, Erwartungen und Fragen seiner Generation: Was macht einen guten Vater aus? Wie schafft man Familie, ohne sich beruflich zu zerreißen? Und warum ist »gleichberechtigt« im Alltag so schwer? Mit scharfem Blick, viel Humor und im Austausch mit Expert*innen zeigt er, was Vätern (noch) im Wege steht. Eine Inspiration für Männer, Gewohntes in Frage zu stellen und herauszufinden, welche Väter sie selbst sein möchten.

Fabian Soethof, 1981 am linken Niederrhein geboren, studierte Kulturwirt in Duisburg und Kulturjournalismus in Berlin. Seit 2013 arbeitet er als Redakteur beim Musikexpress, dessen Online-Redaktion er seit 2016 leitet – in Teilzeit. Soethof schrieb u.a. für ZEIT Online, die Süddeutsche Zeitung, zitty, den Tagesspiegel und Interview. Seit er Kinder hat, ist er als Journalist auch in ELTERN und Men’s Health DAD vertreten. Er war mit www.newkidandtheblog.de einer der ersten Väter, der über das Elternsein bloggte. Mit seiner Frau und zwei Söhnen lebt Fabian Soethof in Berlin.

Fazit

Jeder aufmerksame – achtsamte – Vater kennt das, auch wenn es ihm nicht immer bewusst ist: Die Rollen sind klar verteilt, was Kinder und Familie betrifft, liegen Frauen weit vorn. Ihnen traut man all das zu. Väter können das auch! Nur hat man für Väter eher andere Rollen vorgesehen. Daher ist es immer noch eine Baustelle und aus diesem Grund ist dieses Buch sehr, sehr wichtig.

Väter können das auch! Es ist Zeit, Familie endlich gleichberechtigt zu leben

Buch hier kaufen
von Fabian Soethof
240 Seiten, Kösel-Verlag (21. März 2022)
ISBN 3466311721
Paperback 18,- Euro

Leseprobe Väter können das auch!

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