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Trennung brutal: Das grauenhafte Ende meiner Beziehung zu einer Borderlinerin

Borderlinerin und Kunst an der Wand

„Sie verletzt permanent, ist unfair und brutal abweisend.“ So ein Mann in einem Forum zum Thema „Trennung von einer Borderlinerin“. Ich habe mich in den letzten 6 Wochen zu einem Liebeskummer-Spezialisten entwickelt und kann hier guten und teuren Rat geben. Ich hatte das ja in den beiden Beiträgen zum Liebestod und zur Beziehungsarbeit hier öffentlich gemacht. Mein Erkenntnisstand ist nun aber weiter fortgeschritten und ich musste feststellen, dass ich es mit einer Borderlinerin zu tun hatte. Jetzt habe ich alle Puzzleteile zusammen, um besser verstehen zu können, was mir geschehen ist und weshalb diese Trennung so extrem schmerzhaft war.

Alle haben sich gewundert, dass ich so heftig und über mehrere Wochen nach der brutalen Trennung auf diese Sache fixiert war und nicht verstand oder verstehen wollte, was los ist. Ich spürte instinktiv, dass hier etwas nicht stimmte. Es dauerte 6 Wochen, bis mir das Licht aufging und sich alles zu einem einigermaßen verständlichen Bild zusammenfügte. Ich war an eine Borderlinerin geraten, die eine Trennung ins Werkt setzte, die jedes emotionale System überfordert. Sie hat mich regelrecht traumatisiert, also schwer geschockt und das war mit der Grund weshalb ich so fixiert war auf diese Frau und die Trennung. Es war der krasse und äußerst brutale Kontaktabbruch, den sie vollzog, ohne noch einmal in Freundschaft mit mir geredet zu haben, und das Ghosting, was dann folgte. Das in Summe mit der vorigen, innigen, ja symbiotische Beziehung zu ihr hat mich aus den Latschen gehauen. Es ist nach meinem Dafürhalten mit dem gesunden Menschenverstand nicht zu verstehen, weshalb ein Mensch auf diese Art eine Tiefe und schöne Bindung zerstören muss. Es gab auch keinen echten Anlass – weder Gewalt, noch Betrug oder ähnliches unreifes Zeug, das unter Umständen eine krasse und sofortige Trennung nach sich ziehen könnte. Um so schwieriger war es für mich, zu verstehen, WARUM sie tat, was sie tat und offenbar tun musste. Jetzt weiß ich: Sie wusste es nicht besser, sie konnte nicht anders, sie ist gestört.

Ich schreibe über meine schlimme Trennung von einer Borderlinerin hier aus drei Gründen:

  1. Um allen Betroffenen zu sagen, dass sie keine Schuld tragen und dass ihr Leid in Ordnung ist; dass es tragisch ist, an einer Borderlinerin – überwiegend Frauen sind von dieser Störung betroffen, Männer haben eher Sucht und Narzissmus – geraten zu sein und dass der Preis dafür ist, eine sehr schmerzhafte Wunde davongetragen zu haben, die Monate braucht, die sehr viel Zeit braucht, um zu verheilen; und dass sie in Ordnung sind, dass sie nicht allein sind, dass sie nicht spinnen, dass sie Mitgefühl verdienen.
  2. Borderlinerinnen – und vielleicht sogar IHR – mitzuteilen, dass der erste Weg zur Besserung die Einsicht, die Selbsterkenntnis ist. Wenn ihr ein Borderline-Syndrom habt, dann holt euch professionelle Unterstützung, ihr selber leidet viel zu viel – und ihr schadet euren Mitmenschen erheblich, ihr fügt ihnen sehr viel Schaden zu. Das muss sofort aufhören. Eine Störung zu haben ist keine Schande, aber sie ignorieren zu wollen, ist nicht Ok.
  3. Möglicherweise Betroffenen auf diese schwerwiegende Problematik hinzuweisen, um Schlimmeres – am Ende vielleicht sogar Suizid – zu verhindern!

Das grausame Ende einer tiefen Beziehung mit einer Borderlinerin

Mir ist am Wochenende der Erkenntnisdurchbruch gelungen – mit Hilfe von Freunden und einem abgefahrenen schamanischen Ritual. Ich möchte hier nicht in die Einzelheiten gehen. Aber ich konnte nun erkennen, dass die Frau, die ich so liebte und die mir so übel mitgespielt hatte – zwischen grundlosem Hass und Ghosting, plötzlichem Beziehungsabbruch und brutalster Ablehnung, die definitiv nicht mit meinem Verhalten korrespondierte – offenbar eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hat. Etwas Böseres als diese Trennung hatte ich bisher an dieser Stelle noch nicht erlebt.

Ich bin immer sehr vorsichtig mit solchen Diagnosen, aber alle Puzzleteile passen zusammen. Ihre unfassbare Wut, die sie zeigte – und teils hart unterdrückt (was sichtbar und hörbar ist, etwa wenn ihre Stimme ganz leise wurde) – ihre dauernden Beschuldigungen, der extrem harte absolute Kontaktabbruch, die Unverhältnismäßigkeit der Emotionen und die absolute Unfähigkeit zu einem normalen, erwachsenen, klärenden Gespräch sind klare Indizien für eine ernsthafte psychische Störung. Es gibt noch andere Indizien, die hier zu weit führen würden. Ich werde aber noch ziemlich ausführlich über diese Sache schreiben, weil sie wirklich extrem krass war und sich kaum jemand vorstellen kann, was das mit einem macht und wie man da hineinschliddert. Natürlich: Es gibt Ausnahme-Situation, in denen die Menschen extrem reagieren und manchmal am Rande des Wahnsinns operieren. In ihrem Fall ist es, dass ein normaler Alltag ohne Probleme möglich ist, aber wenn es eng wird, wenn Stress und Druck aufkommt, dann drängen die unterdrückten Persönlichkeitsanteile, die schwierigen Borderline-Aspekte in den Vordergrund und übernehmen das Handeln, fluten die Persönlichkeit. Jedenfalls ist das meine Erklärung. Doch Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung können nichts für ihr so sein, sie sind oft traumatisiert, bei Borderline steckt nicht selten eine Missbrauchserfahrung dahinter. In diesem Fall habe ich einen Verdachte, den ich aber hier nicht äussern möchte.

„Borderline stellt (fast) jede Partnerschaft vor enorme Herausforderungen. Partner von Betroffenen fühlen sich häufig nach vergleichsweise kurzer Zeit überfordert, ohnmächtig, ausgelaugt und völlig am Ende mit ihren Kräften. Oft schlägt die anfängliche Liebe in Hass um, wird aus leidenschaftlicher Zugewandtheit leidenschaftliche Gegenwehr. Es hagelt Vorwürfe, mitunter kommt es zu heftigem Streit.“

Das Problem ist, dass man nicht geübt ist, die Signale richtig zu deuten und man zu wenig über diese Persönlichkeitsstörung weiß. Eine Beziehung mit diesen Menschen kann extrem destruktiv sein und dich konkret traumatisieren. Das geschieht eigentlich bei allen Persönlichkeitsstörungen, wie etwa beim Narzissmus oder Sadismus – der Außenwelt, die Mitmenschen leiden, denn die Träger der Störung verstehen nicht, dass sie das Problem sind. Nur kommen diese Erscheinungen nicht so plakativ wie im Kino daher, um sie gleich zu erkennen. Sie sind oft sehr subtil und erst dann greifbar, wenn es zu spät ist, du schon eine Bindung zu ihnen aufgebaut hast und plötzlich ganz blöd aus der Wäsche kuckst. Aber ich glaube, man kann das üben, kann lernen, diese Leute zu erkennen und sich gar nicht erst näher auf sie einzulassen. Deshalb schreibe ich das hier.

„Wenngleich Borderline als eine starre, diagnostische Kategorie daherkommt, gibt es hier – wie bei jeder anderen Krankheit auch – viele Abstufungen, Facetten und individuelle Persönlichkeits-Profile. Und: Diagnosen fokussieren Probleme, aber kein Leben besteht nur aus Problemen.“

Genau das war das Problem. Es machte wirklich einen guten, normalen, vielleicht etwas eckigen, leicht schwierigen Eindruck, die Frau war – und ist – sehr liebenswert und, wie ich finde, auch anziehend. Ich hatte tatsächlich eine wundervolle Zeit mit ihr. Aber so wird es auch beschrieben: Diese Leute sind in der Lage schnell eine große Nähe und Tiefe aufzubauen, also eine Bindung – und sie bei einem Fehler, auch nur der kleinsten falschen Bewegung komplett aus den Angeln zu heben und alles zu zerstören. Das ist das, was es so schmerzhaft macht. Das Plötzliche und die Radikalität, die mit großer Aggression daherkommt. Und du hast gar nichts gemacht, weißt nicht, wie dir geschieht, hast nur die üblichen, kleinen Bescheuertheiten an den Tag gelegt. Und die Borderlinerin flippt sofort aus. Borderliner haben grundsätzlich ein schwerwiegendes Nähe-Distanz-Problem – Stichwort „Abgrenzung“ – und stellen sehr schnell eine große Nähe her, die Richtung Verschmelzung geht, also Richtung Abhängigkeit und Richtung Symbiose. Ich bin von der Persönlichkeitsstruktur dafür anfällig und habe die Gefahr einer symbiotischen Beziehung, wie sie typisch ist wenn ein Borderliner dabei ist, unterschätzt. Als sie dann plötzlich und unvermittelt, den Kontakt voller Wut – ja voller Hass und brutaler Ablehnung meinersteits – abbracht, zerstörte sie damit diese feine und sehr tiefe Bindung mit aus meiner Sicht echter. psychischer Gewalttätigkeit. Diese Gewalttätigkeit muss sie selber irgendwann erlebt haben. Leider ist mit ihr kein konstruktiver Kontakt mehr möglich, so dass sie nicht verstehen will, wird und kann.

Borderliner Erkennen

Nach meiner Meinung, ist jemand, der aus einer Lappalie eine hochaggressive Auseinandersetzung macht – zumindest vom TON her – schon sehr nach dran an einer Borderline-Störung.

Es sollte noch ein Gespräch geben, bis gestern hatte ich darauf gehofft, ein normales, erwachsenes Gespräch mit ihr führen zu können, in dem die meisten Dinge aufgeklärt und aufgearbeitet werden können. Das funktioniert aber nicht mit Borderlinern, die kein Problembewusstsein haben, nicht an sich arbeiten wollen oder können, zu viel Angst vor dem inneren Chaos und einem innerpsychischen Zusammenbruch haben. Geht nicht. Diese Einsicht kam gestern, unterstützt von meinem lieben Freund. Die Kontur dieser krassen Persönlichkeit ist nun so scharf, dass ich es nun bin, der den Kontakt abbricht und auf ein unmögliches Gespräch endgültig verzichtet.

Ich habe ihr noch einen warmen, herzlichen, aber klaren Brief geschrieben, ihr noch einmal versichert, dass ich nichts Böses wollte und dass ich sie mag, aber das war es jetzt.

Auch wenn es einige Borderliner schaffen, ihre heftige Störung nachhaltig in den Griff zu kriegen, und manchmal einen sehr stabilen und ruhigen, vielleicht eher gleichgültigen Partner vom Leben an die Seite gesetzt bekommen, kann ich nur jeden davor warnen, sich auf diese Leute zu sehr einzulassen.

Zitate aus:
18 Tipps für Partner und Angehörige von Menschen mit Borderline

Die Borderline Persönlichkeitsstörung

Borderline ist eine sehr komplexe Persönlichkeitsstörung. Sie ist nicht immer leicht zu erkennen und schon gar nicht leicht zu verstehen, weil sie oft in unterschiedlichen Ausformungen daherkommt. Borderliner sind eigentlich Opfer, sie sind meist in ihrer Kindheit multitraumatisiert. Wir, also meine Freunde und ich, hatten schon vermutet, dass vielleicht eine Missbrauch hinter dem Verhalten der Borderlinerin steht. Ich weiß, dass die Trennung ihrer Eltern, als sie 10 Jahre alt war, als sie ihren Vater mit 10 Jahren verloren, weil der seine Familie mit 4 Kindern wegen einer jüngeren Frau … verließ. Sie, die Borderliner können also nichts dafür so zu sein, so beziehungsunfähig, kontrollierend, wütend, extrem (emotional) instabil, mit einem finsteren, destruktiven, bis depressivem Innenleben, es gibt nur Schwarz oder Weiß, ohne Krankheitseinsicht, ohne die Möglichkeit, sich selber aus sich heraus zu erkennen und an sich zu arbeiten …

Die Bindungsprobleme der Borderliner Borderliner sind beziehungsunfähig, weil sie keine Bindung stabil halten können. Sie können zwar lernen, mit ihrer Störung besser umzugehen, aber in der Regel verhindern die Bindungsängste, die Verlassenheitsängste, die Wut, die heftigen Emotionen, die Unsicherheit, die eigene Finsternis für eine normale und angemessene Beziehung.

Für mich ist es immer noch sehr bitter, dass es überhaupt keinen Zugang zu der Frau gibt, das ein normales, erwachsenes, ruhige Gespräch über das, was gewesen ist und sein konnte, möglich ist. Und es liegt zu 100% nicht an mir.

Wie wird man mit der brutalen Trennung von Borderlinerin fertig. Auch hier hilft der kleine YouTube-Film von SuperExtrem:
Trennung von einer Borderlinerin

„Eine Trennung von einer Borderlinerin ist absolut dramatisch und überhaupt nicht vergleichbar mit einer normalen Trennung. Denn das ist viel intensiver, viel stärker, denn man wurde ja so stark abhängig gemacht und jetzt plötzlich ist die Borderlinerin nicht mehr da …“ Auch in diesem Video wird von einer Suzid-Gefahr gesprochen. Aus meiner Sicht besteht die nicht nur für denjenigen, der verlassen wurde, sondern auch für den Borderliner selbst.

„Und von der Intensität her ist eine Trennung von einer Borderlinerin überhaupt nicht zu vergleichen mit einer normalen Trennung, überhaupt nicht. Das ist um den Faktor 10 schlimmer. Davon loszukommen ist sehr schwierig.“ Es gibt also einen sehr, sehr starken Trennungsschmerz, der nicht vergleichbar ist mit einem normalen Trennungsschmerz.

5 Tipps mit Trennungen nicht nur von Borderlinern besser umzugehen:

  1. Werde alle Dinge und Sachen los, die du noch von ihr hast. Es soll dich nichts mehr an sie erinnern. Das ist wichtig.
  2. Den menschlichen Trieb, das menschliche Bedürfnis danach, Dinge zu verstehen abstellen. An dieser Stelle ist da unmöglich, die Dinge zu verstehen. Sie sind nur mit der Borderline-Störung zu erklären und für alle Betroffenen extrem schädlich. Das soll man sich bewusst machen. Wie bei einer Droge, Drogen sind IMMER schädlich und man sollte sich von ihnen fernhalten.
  3. Entzauberung. Dir Borderlinerin/den Borderliner vom Thron holen. Es war nicht alles Gold, was glänzt. Fokussiere die negativen Dinge und Geschichten der Partnerschaft.
  4. Suche dir professionelle Hilfe von einer Psychotherapeutin oder durch Psychologen.
  5. Mache neue Erfahrungen. Lerne neue Leute, andere Menschen, vielleicht einen neuen Partner kennen und erfahre, dass nicht alle Borderliner sind und du sehr schöne neue Erfahrungen machen kannst.
Hole Dir Hilfe, wenn du Depressionen oder suizidale Gedanken hast, wenn du glaubst, nicht mehr Leben zu wollen! Schnelle Hilfe und Kontakt gibt es zum Beispiel ganz unkompliziert bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 – oder bei anderen Beratungsstellen.

Über Papalapapi
Ich heiße Mark und bin Vater einer wundervollen Tochter. Papalapapi Vaterblogger, Elternblogger und Männerblogger beschäftigt sich mit Themen rund ums Kinderhaben und Mannsein aus einer subjektiven männlichen und vor allem väterlichen Sicht.

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