Ukrainekrieg: Die Männer müssen bleiben und kämpfen

Ukrainischer Soldat in Kampfmontur: Männer müssen im Ukrainekrieg bleiben und kämpfen

Dramatische Szenen an der Grenze zu Polen und anderen EU- und NATO-Staaten: Frauen, Kinder und Alte dürfen die Ukraine verlassen, die Männer müssen bleiben und im Ukrainekriege kämpfen. Das harmlose und unschuldige Land wurde vom Diktator Putin mit einem Angriffskrieg überfallen und muss sich nun verteidigen.

Der heldenhafte ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Überfall die Generalmobilmachung ausgerufen und das bedeutet, dass die kampffähigen Männer das Land nicht verlassen dürfen und kämpfen müssen. Sie wissen ihre Frauen und Kinder, Eltern und Verwandten in Sicherheit und ziehen in einen ungewissen Krieg, den sie von den Russen aufgezwungen wurden. Es geht um alles, um Freiheit, Selbstbestimmung, Recht und um ihre Zukunft. Nicht alle Männer müssen zum kämpfen gezwungen werden – sie bleiben freiwillig oder gehen freiwillig zurück in den Krieg.

Es ist ergreifend zu sehen, wie die Ukrainer sich der Übermacht der verbrecherischen russischen Armee gemeinsam entgegenstellen. Mit Gewehren, Molotow-Cocktails und allem, was sie zur Verteidigung gebrauchen können.

Doch natürlich gibt es dramatische Szenen an den Grenzübergängen:

An den Grenzen zur Ukraine: »Eine Fluchtbewegung historischen Ausmaßes« | DER SPIEGEL

„Wir wollen erstmal bleiben. Es gibt auch viele andere, die geblieben sind. Es war sehr unklar am Anfang, wenn man flieht in dem Land, wo russische Truppen sein werden, man wusste ja nicht was passieren wird. Wir haben uns entschieden hierzubleiben, weil auch das Leid der Bevölkerung sichtbar ist und man kann dem einfach nicht den Rücken kehren und einfach weglaufen, wenn man das sieht. Weil, es gibt im Leben manchmal so Momente, wo man sich danach fragen musst: war das richtig, was du getan hat, kannst du dich im Spiegel noch anschauen. Und dieser Moment ist jetzt.

Ich würde auch gern die Staatengemeinschaft bitten, jetzt aufzustehen und alles daran zu setzen, dass wenn wir so einen Aggressor haben, egal wer das ist – und ich möchte keine einzelne Person verurteilen – aber wenn wir einen Aggressor haben, der so einen Krieg, so viel Leid auf Menschen herabregnen lässt, dann sollten wir alle aufstehe und alles dafür tun, dass dieser Aggressor gestoppt wird, mit allen Mitteln, die wir zur Verfügung haben, die wir wollen und können und jeder kann mithelfen auf seine Art und Weise.“
Ario Dehghani, mit seiner Familie (Frau und 2 Kinder) in der Nähe von Kiew, Ukraine

Jeder muss sich bei diesem Ukrainekrieg entscheiden.

Ein Staat muss sich in einem solchen Notfall verteidigen und hat das Recht, seine Männer zum Kampf zu zwingen oder zumindest nicht ziehen zu lassen. Aber es gibt extrem viele Freiwillige. Das darf man nicht vergessen.

Wie würdest du dich entscheiden? Es gibt eben Situationen im Leben, da muss man sich entscheiden, da muss man zeigen, wo man steht. Das ist jetzt so eine Situation. Und zwar für uns alle, nicht nur für die Ukraine. Wir Europäer, wir freien Menschen, wir Demokraten, wir Väter. Oder wie siehst du das?

Ich tue, was ich kann, um irgendwie zu helfen. Ich schreibe, verteile, lese und rede mit meinen Leuten. Wie gehst du damit um?

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