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Wenn man die Genderpause nur oft genug hört, glaubt man irgendwann, das sei normal. Wenn sich nur genug Menschen finden, die sich vom Genderwahn infizieren lassen, die die Sprache mit der Sternchenpause umformen wollen, um angeblich ALLE Geschlechter zu respektieren, fängst auch du irgendwann – vielleicht unmerklich – an, genauso zu sprechen. Das ist ja die Absicht der Genderer.

Aber noch wehre ich mich. Ich wehre mich gegen das Sprechen der Gender-Pause z. B. bei Käufer PAUSE innen. Das ist mir einfach zu doof und wer so spricht, liebt die Sprache nicht, hat kein echtes Sprachgefühl und keinen Spaß an tollen Formulierungen. Er oder sie oder es ist eher Ideologe, aber Mensch. Und ist mir schon allein deswegen suspekt. Aber dass man selbstverständlich die weibliche Form mit ausspricht – und schreibt – versteht sich von selbst, liebe Sprach-Piratinnen und Piraten.

Was habe ich mich gefreut, dass das im Fernsehen immer noch funktioniert: Juli Kurz, die ARD-Korrespondentin in Berlin, hat eben in der ARD-Sendung HART ABER FAIR NICHT gegendert, sondern „Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten“ gesagt. Normales Deutsch, eine normale Sprache. Ich danke ihr so, ich bin so was von erleichtert. Wie schön das Leben sein kann, wie herrlich das Hören ohne Schmerzen zwischen den Ohren. Danke!

Respekt in die Sprache zwingen: Genderwahn mit Pausenzeichen

Sicher gibt es gendergerechte Sprache, aber Sie haben völlig Recht: Indem wir maskuline und feminine Personenbezeichnungen aufführen, schließen wir eigentlich Menschen mehrerer anderer Geschlechter aus. Dafür gibt es andere Mittel: entweder den Genderstern, den Unterstrich oder den Doppelpunkt. Aber aus unserer Sicht ist das eine sehr verkürzte Diskussion, wenn es um den Einsatz eines bestimmten Zeichens geht, denn die Sprache bietet noch viele andere Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu formulieren. Statt „Holen Sie den Rat Ihres Arztes ein“, könnte es auch heißen: „Holen Sie ärztlichen Rat ein“ – und schon ist die ganze Klippe umschifft.
Quelle: NDR.DE

„Uns fehlen Pronomen für die dritten, vierten und fünften Geschlechter“, erklärt Kathrin Kunkel-Razum dem CICERO. Und? Mir fehlen vor allem die 4. und 5. Geschlechter grundsätzlich. Ist das diskriminierend und respektlos, dass meine Sprache nicht so fein ist und das abbildet? Dass es die entsprechenden öffentlichen Toiletten nicht gibt usw., muss ich deshalb unbedingt die Genderpause mitten im Wort ausschweigen? Nein, ich muss gar nichts, sondern verweigere hier bewusst die Kooperation.

Ist es jetzt ein echtes, ein wirkliches Problem, dass unsere Sprache nur zwei Geschlechter kennt oder ist es ein konstruiertes Problem? Ich persönlich halte es für ein Intellektuellen-Problem oder, auf Deutsch gesagt: Für Hirnfickerei. Ich weiß ja nicht mal, was „binär“ hier zu bedeutet hat oder gerade eben was LGBT meint (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender, also lesbisch, schwul, bisexuell, transgender. Woher soll ich das alles wissen? Da wollen sich ein paar Leute wichtig machen, sie überlegen und vor allem ein besseres Pseudo-Gewissen haben. Hier werden doch wieder neue Gräben geschaufelt, in dem man andere mit Gewalt zuschüttet. So sehe ich das.

Natürlich bin ich kein Maßstab, aber ich habe das dritt, viert und fünft Geschlecht noch niemals getroffen. Wie sollte ich sie also beleidigt haben? Und weshalb sollte ich nun dringend meine Sprache umbauen und etwas sprechen, gendern, wogegen sich alles in mir wert, was ich habe: mein musikalisches Gehör, mein Sprachgefühl, mein Verstand, meine „Seele“. Denn dieses Gendersprech, dieser Genderwahn dient ja nicht den Menschen, die respektiert werden sollen, sondern den Sprechern selber. Um sie geht es also. Und für sie soll ich mein ästhetisches Sprachempfinden opfern?

Mich erinnert das an die brillante Szene aus LIFE OF BRIAN:

Die Auswüchse, die der Genderwahn hat – an den Unis, in Schulen und der Gesellschaft – werde ich weiter beobachten, kommentieren und aufzeigen. Hier muss man sehr wachsam sein, sonst geht noch was ganz anderes vor die Hunde: Unsere Demokratie.

#genderwahn #genderpause #gendergaga #sprachgefühl #normalität

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