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Buchtipp im Advent #4: So viel Freude, so viel Wut – Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten. Mit Einschätzungsbogen

So viel Freude, so viel Wut - Ausschnitt des Buchcovers
So viel Freude, so viel Wut - Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten

Es gibt heftige Kinder. So viel Freude, so viel Wut. Und ruhige, zurückhaltende. Wurden sie so gemacht oder sind sie so geboren. Wer Kinder hat, gerade wenn er mehrere Kinder hat, wird sagen: So geboren. Wie dem auch sei: Kinder können nichts dazu so zu sein, wie sie sind. Sie sind nicht für ihr So-sein verantwortlich. Wenn diese Kinder jedoch häufig sehr intensive Emotionen an den Tag legen und wird es anstrengend … vor allem für die Eltern und sie fragen sich, was sie tun sollen oder können, wie sie „gefühlstarke Kinder“ in den Griff kriegen.

Nora Imlau klärt uns in ihrem Buch darüber auf, das bestimmte Persönlichkeitsmerkmale angeboren sind und belegt das auch. Denn natürlich ist es so, dass Eltern sich schnell schuldig fühlen, wenn sie ein auffälliges Kind haben. Oder ein sehr unauffälliges, gefühlstarkes oder gefühlsarmes Kind haben. Das zweiter Kapitel der Buches So viel Freude, so viel Wut – Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten dürfte also die Eltern entlasten.

Nebenbei bemerkt bin ich selbst nicht betroffen. Meine Tochter ist weder gefühlsstark, noch gefühlsarm. Sie ist ein fröhliches, unkompliziertes Mädchen. Darüber bin ich oft sehr froh, obwohl niemand weiß, weshalb das so ist. Ihr Temperament scheint angeboren.

Im Buch wird die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall als Beispiel für eine gefühlsstarke Berühmtheit – wie auch Astrid Lindgren – herangezogen. Jane habe ich persönlich einmal hier in Hamburg erlebt und durfte sie auch fotografieren. Ja, kann ich mir vorstellen. Ihre schlechte Laune stand ihr im Gesicht geschrieben und sie machte einen sehr beherrschten Eindruck. Auch ihre Weltuntergangskampagnen zum Schutz von Tieren und Natur haben etwas Extremes. Im Buch werden die neurophysiologischen Zusammenhänge im Zusammenhang mit unserem Thema erklärt und umfangreiche Erklärungen für das Phänomen „Gefühlsstärke“ beigebracht.

Aber das Buch liefert noch viel mehr als diese so wichtigen Erklärungen, ohne die man diese Kinder nicht verstehen und gut begleiten kann. Es entlastet die Eltern und zeigt, was zu tun ist. Darüber hinaus widmet mich ein Kapital sogar damit, wie Krippe, Kindergarten und Schule mit gefühlsstarken Kindern umgehen könnten. Nora Imlau lässt den Alltag nocht aus den Augen, berücksichtigt Alleinerziehende bei diesem Thema und gibt sogar einen Ausblick auf die beruflichen Möglichkeiten und Talente dieser Kinder mit so viel Freude, so viel Wut …

Gefühlsstarke Kinder erkennen und begleiten | Nora Imlau | LitLounge.tv

„Gefühlsstarke Kinder sind nicht unnormal oder therapiebedürftig, sondern zeigen, dass es sehr viele unterschiedliche Wege gibt, ein ganz normales Kind zu sein. Was für eine Erleichterung!“ (Nora Imlau)

Gefühlsstarke Kinder – so nennt Nora Imlau in ihrem neuen Buch So viel Freude, so viel Wut Jungen und Mädchen, die von Geburt an anders sind als andere Kinder: wilder, bedürfnisstärker, fordernder. Aber gleichzeitig auch feinfühliger, sensibler, verletzlicher. Jedes siebte Kind kommt mit dieser besonderen Spielart der Persönlichkeitsentwicklung zur Welt. So viele! Und doch fühlen sich viele Eltern sehr allein, wenn ihr Kind als gefühlt einziges Baby den Kinderwagen hasst und im Rückbildungskurs nicht auf der Matte liegen mag, auch als Kindergartenkind noch nicht alleine einschlafen kann und selbst im Schulalter noch viel Hilfe im Umgang mit seinen heftigen Gefühlsausbrüchen braucht.

Fachkundig und einfühlsam leuchtet Nora Imlau aus, warum gefühlsstarke Kinder sich so von Gleichaltrigen unterscheiden und was sie von ihren Eltern brauchen, um einen gesunden Umgang mit ihren intensiven Emotionen zu erlernen. Dabei geht es ihr nicht darum, Kindern ein „neues Label“ aufzudrücken oder eine Diagnose zu stellen, sondern Eltern einen Begriff an die Hand zu geben, mit dem sie ihr Kind wertschätzend beschreiben und den Blick auf die Stärken ihres Kindes lenken können. Plus: Einschätzungsbogen und praktische Hilfestellungen für typische Stress- und Konfliktsituationen mit gefühlsstarken Kindern – vom Anziehen über den Kindergarten- und Schulbesuch bis zum Zähneputzen.

Nora Imlau, geboren 1983, gilt hierzulande als eine der wichtigsten Expertinnen für Baby- und Kleinkindthemen. Als Journalistin und Fachautorin für Familienthemen schreibt sie unter anderem für die Zeitschrift ELTERN und hat bereits mehrere erfolgreiche Elternratgeber veröffentlicht. In Vorträgen und Workshops macht sie sich für ein bindungs- und beziehungsreiches Familienleben stark. Durch ihren konsequent bedürfnisorientierten Blick auf Kinder und Eltern haben auch ihre Facebookseite und ihr Blog eine große Fangemeinde. Nora Imlau hat selbst drei Kinder – eines davon gefühlsstark.

so-viel-freude-leseprobe

So viel Freude, so viel Wut: Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten – Mit Einschätzungsbogen

von Nora Imlau
320 Seiten, Kösel-Verlag (29. Mai 2018)
ISBN: 3466310954
Gebundenes Buch 20,- Euro

Über Papalapapi
Ich heiße Mark und bin Vater einer wundervollen Tochter. Papalapapi Vaterblogger, Elternblogger und Männerblogger beschäftigt sich mit Themen rund ums Kinderhaben und Mannsein aus einer subjektiven männlichen und vor allem väterlichen Sicht.

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