Ein Wort zum Kita-Streik

Kita Streik
Kita-Streik

Alle im Stress, nur wir nicht. Denn unsere KITA streikt nicht. Dürfen die nicht, da die MitarbeiterInnen bei der Kirche angestellt sind, ist eben ne kirchliche KITA. Und bei denen regelt der Herrgott alles, die Tarife, den Urlaub, die Arbeitszeiten. Er hat außerdem das frühe Aufstehen erschaffen und den Islam. Aber das ist eine andere Geschichte.

Da Gott sich um alles kümmert, ist es unnötig, unsittlich und geradezu aufständlerisch gegen die Kirche, der in diesem Fall ja Arbeitgeber ist, zu streiken. Gesetz ist Gesetz. Gott ist Gott.

Gottes Stellvertreter in Deutschland, der Staat, hat in seinem unergründlichen Ratschluss erst kürzlich beschlossen, uns Eltern in diesem Jahr 4 Euro mehr Kindergeld zu zahlen und im nächsten 2. Dabei brauchen wir das gar nicht. Die verdammten Wahlversprechen. Vater Staat, der selbst niedrige Einkommen besteuert und Kleinverdiener zum Gemeinwohl heranzieht, verteilt das, was er uns abzogen hat, mit großer, gönnerhafter Geste in Form von Kindergeld. Und dabei behandelt er alle gleich. Die Bessergestellten bekommen dieselbe Summe, wie die Familien in den Getthos der Randbezirke.

Warum gibt man es nicht denen, die es wirklich nötig haben? Oder steckt das Geld nicht gleich in die Kitas und Sculen? Hier geht es um Milliarden. Und gebt den Erzieherinnen, den Kindergärtnerinnen mehr Geld. Aber nicht uns, nicht den Familien, die dieses Geld gar nicht brauchen. Ich schaue hier aus dem Fenster und sehe lauter doppelt und besser verdienende Eltern. Die sind derart gestopft mit Geld, dass die gar nicht wissen, wohin damit. Wenn die Frau nicht im Hause bleibt und sich ums Kindchen kümmert, arbeitet sie höchsten halbtags. Zur Not stemmt der Mann alleine die 2000 Euro Miete oder man überlegt sich, ein Dritt-Auto zu beschaffen, ein Wochenendhaus oder Jahresurlaub.

Aber nein. Den obersten Obrigkeiten von Gott bis in die Familienarbeitsgruppen der SPD ist das alles egal. Sie werden ihre verdammten Gründe haben. Und genau deshalb ist es gut zu streiken. Den ganzen Laden zu zerstreiken am besten, bis die mal was merkeln!

Über Papalapapi
Meine Tochter kam im Mai 2009 gesund und munter zur Welt. Sie ist der süßeste Goldschatz, den es gibt. Mich beschäftigt das gesellschaftliche und persönliche Thema der Vaterschaft und der Familie. Ich selbst bin Spätgebärender ...

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