Legalize Himbeereis – meine kleine Stellungnahme zur Cannabis-Legalisierung

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Bei der Legalisierung von Cannabis enthalte ich mich der Debatte. Ich kann nicht entscheiden, ob eine Cannabis-Legalisierung richtig ist oder ob das Verbot aufrecht erhalten werden muss. Im Zweifel wäre ich gegen eine Freigabe der Droge. Ich sehe aber viele Leute, die kiffen und dich nicht kriminalisiert werden sollten.

Ich verstehe natürlich, dass es darum geht, die oft jugendlichen Konsumenten – früher sagte man „Hascher“ – nicht zu kriminalisieren und die Sache irgendwie kontrolliert auf den Markt zu bringen. Aber Cannabis ist nun einmal ein Suchtmittel. Der Hype um diese Rauschdroge ist eine Art Verdummungskampagne und interessiert mich einen Shit.

Die Legalisierung müsste eingebettet sein eine großangelegte Reform der Drogenpolitik. Und die sollte man der verheerendsten aller Drogen anfangen: Beim Alkohol. Verbote können es nicht sein, aber Aufklärung, echte Aufklärung und viel mehr Geld in Prävention und den gesunden Menschenverstand.

Wenn ihr mich fragt: Lasst es! Lasst das Kiffen und das Saufen. Versucht stattdessen ein gutes Leben zu führen, setzt euch für andere ein, engagiert euch in der Gesellschaft, kümmert euch um eure Gesundheit und pflegt verdammt noch mal eure Beziehungen, eure Liebe, die Familie und kümmert euch um eure Kinder. All das funktioniert nur mit einem klaren Kopp. Scheiß auf alle Drogen – ob Cannabis-Legalisierung oder nicht.

Wissens- und lesenswertes zur Cannabis-Legalisierung

  • Zitat zum Thema Verbot: „Was das prohibitive internationale Drogenkontrollregime angeht, kann somit festgehalten werden, dass dieses trotz intensiver Interventionen das globale Drogenproblem weder angebots- noch nachfrageseitig zu lösen vermochte. Die nicht-intendierten Auswirkungen der Kriminalisierung sind indes nicht (mehr) von der Hand zu weisen, sodass der prohibitive Konsens der internationalen Drogenkontrolle mittlerweile brüchig zu werden droht – nicht zuletzt auch durch das Einbringen zivilgesellschaftlicher Organisationen in die UN General Assembly Special Session on Drugs (UNGASS) 2016.
    Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung Zur internationalen politischen Ökonomie illegaler Drogen
  • Zitat zum Thema Kosten: Wir haben Zahlen für die USA, die sich aber lediglich auf Cannabis beziehen. Dort kommen Schätzungen auf Mehreinnahmen und Kosteneinsparungen von etwa 13,7 Milliarden Dollar pro Jahr. In Deutschland lebt ein Viertel der US-Bevölkerung. Also wären das für Deutschland zwischen drei und vier Milliarden Euro pro Jahr, einmal durch die Steuereinnahmen und einmal durch eingesparte Gerichtskosten und Ermittlungsarbeit. Mit dem Geld könnte der Staat dann Präventionsarbeit bezahlen oder bessere Therapieangebote schaffen.
    Quelle: Wirtschaftswoche Online Ökonomie der Drogen – „Die deutsche Drogenpolitik ist gescheitert“
  • Zitat zum Thema Folgen für die Gesundheit: „Trotz ihres Potenzials als therapeutische Substanzen bei vielen Störungsbildern ist der Einsatz von Cannabinoiden mit einem nicht zu unterschätzenden gesundheitlichen Risiko verbunden. Dies gilt insbesondere für Personen mit einer psychischen Vorerkrankung. So sind eben immer mehr Cannabis-Psychosen zu beobachten. Andererseits kommt es auch verstärkt zu Abhängigkeiten und zu schädlichem Gebrauch“, erklärt Professor Schönfeldt-Lecuona. So lässt sich in der Studie zeigen, dass der Anstieg der Fälle ab 2017 noch einen Tick stärker ausfällt.
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft Drogen-Trip ins Krankenhaus – Ulmer Studie zeigt starke Zunahme von Cannabis-Psychosen
Schaubild: Darum ist Kiffen bei Jugendlichen gefährlicher als bei Erwachsenen
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