Weltherztag – Sport als Wundermittel

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Weltherztag

Am 29. September ist Weltherztag – ein Aktionstag, den die World Heart Federation gemeinsam mit Herzorganisationen in über 100 Ländern ausrichtet. Auch die Deutsche Herzstiftung ist dabei. Ziel ist es, Herz-Kreislauf-Erkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Denn Herzinfarkt und Schlaganfall sind weltweit die häufigste Todesursache – auch bei uns in Deutschland.

Dieses Jahr steht alles unter dem Motto:
„Herzgesundheit ist kein Zufall – mach die ‚Big Five‘ zur Prio 1!“

Die fünf größten Risikofaktoren

Es gibt fünf bekannte Faktoren, die unserem Herz besonders zusetzen:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Hohe Cholesterinwerte

Das Heimtückische: Viele dieser Risiken tun nicht weh. Man merkt weder hohe Cholesterinwerte noch einen zu hohen Blutdruck. Beides entwickelt sich still und leise – und irgendwann kommt der Knall.

Herzinfarkt: Männer und Frauen haben unterschiedliche Warnzeichen

Dass der Herzinfarkt klassisch mit einem stechenden Brustschmerz, Engegefühl, Atemnot und Ausstrahlung in den linken Arm einhergeht – das weiß fast jeder. Aber: Diese „typischen“ Symptome gelten eigentlich nur für Männer.

Frauen erleben einen Herzinfarkt oft ganz anders. Sie klagen häufiger über diffuse Beschwerden wie:

  • starke Müdigkeit
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Schmerzen in Schulter oder Nacken
  • Angstgefühle
  • Kribbeln in den Händen
  • manchmal sogar Ohnmacht

Das Problem: Weil diese Anzeichen unspezifisch wirken, wird ein Herzinfarkt bei Frauen oft übersehen oder falsch gedeutet. Das führt dazu, dass Frauen häufiger an einem Herzinfarkt sterben – obwohl sie seltener betroffen sind.

Sport ist Medizin – aber bitte ohne Übertreibung

Die gute Nachricht: Wir können viel für unser Herz tun. Sport ist ein echtes Wundermittel. Bewegung senkt Blutdruck und Cholesterin, hilft beim Abnehmen und kann sogar beginnende Stoffwechselprobleme zurückdrehen.

Aber Vorsicht: Gerade Männer um die 40 und älter schießen manchmal übers Ziel hinaus, wenn sie plötzlich mit Marathontraining oder exzessivem Radfahren durchstarten. Zu viel Ausdauersport kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen.

Besser ist eine Mischung:

  • Zwei Einheiten Ausdauersport pro Woche (z. B. Radfahren, Joggen, Schwimmen)
  • Zwei Einheiten Krafttraining (für Muskulatur, Stoffwechsel und Gefäßschutz)
  • Bewegung im Alltag: Treppe statt Aufzug, Rad statt Auto

Schon 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche machen einen messbaren Unterschied. Und das Beste: Auch Späteinsteiger profitieren – selbst wer mit Mitte 50 anfängt, kann sein Risiko deutlich senken.

Was wir daraus mitnehmen

Das Herz ist unser stärkster Motor – aber auch der empfindlichste. Wer die „Big Five“ ernst nimmt und Bewegung als festen Bestandteil seines Lebens einplant, hat gute Chancen, diesem Motor viele Jahre Extra-Laufzeit zu schenken. Und Männer wie Frauen sollten die Warnsignale ihres Körpers ernst nehmen – auch wenn sie nicht „klassisch“ aussehen.

Am Weltherztag geht es genau darum: Bewusstsein schaffen und Verantwortung für die eigene Herzgesundheit übernehmen. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Bewegung wirkt – die besten Tipps am Weltherztag

Sport kann wie ein Medikament wirken – die richtige Dosis entscheidet. Kardiologin Catharina Hamm empfiehlt eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Schon 20 bis 30 Minuten, zwei- bis dreimal pro Woche, zeigen Effekte: Blutdruck sinkt, Gefäße bleiben elastisch, Cholesterinwerte verbessern sich.

Besonders effektiv sind einfache Übungen wie der Unterarmstütz (Plank) oder der Wandsitz: Halten, Muskeln anspannen, zwei Minuten durchhalten – und das Ganze drei Durchgänge. Studien zeigen, dass solche isometrischen Übungen den Blutdruck fast so stark senken können wie eine Tablette.

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Papalapapi

Ich heiße Mark und bin Vater einer wundervollen Tochter. Papalapapi Vaterblogger, Elternblogger und Männerblogger beschäftigt sich mit Themen rund ums Kinderhaben und Mannsein aus einer subjektiven männlichen und vor allem väterlichen Sicht.

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