Weihnachtsmärchen: Märchen und Weihnachten – das passt

Kindermärchen in Selbst-Verkleidung

Während der Weihnachtszeit herrscht an den Kinokassen Hochkonjunktur. Auffällig ist, wie viele Märchen-, Familien- und Zeichentrickfilme ausgerechnet im Dezember für Schlangen vor den Lichtspielhäusern sorgen. Und im TV läuft Drei Haselnüsse für Aschenbrödel scheinbar in einer Dauerschleife. Es ist aber auch die Zeit, in der wir den Kindern vor dem prasselnden Kaminfeuer oder eingekuschelt im Bett aus Büchern vorlesen, während Schneeflocken am Fensterglas herunterrutschen.

Momentan läuft ja gerade der dritte und letzte Hobbit-Teil in unseren Kinos an. Der eine oder andere wird sich an Tolkiens Märchen, das hierzulande über Jahrzehnte hinweg meist als Der kleine Hobbit vertrieben wurde, als Vorlesegeschichte erinnern. Den stellenweise recht düsteren Stoff kann man Grundschulkindern durchaus zumuten – die verstehen bereits den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Das Vorlesen von Märchen und Kindergeschichten ist überhaupt eine ziemlich wichtige Sache. Nicht nur, weil es das Sprachverständnis und die Fantasie des Kindes fördert und viele Märchen auch Lehrstücke sind, sondern auch, weil es die Bindung zwischen Elternteil und Kind verstärkt. Es liegt also gerade im Zusammenhang mit kleineren Kindern nahe, zu Weihnachten etwas Märchen-bezogenes zu verschenken. Aber was bietet sich da an? Darüber kann man sich wirklich den Kopf zerbrechen.

Nimmt man im Buchladen zum Beispiel die vollständige Ausgabe der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen (hier eine Online-Auswahl) in der gebundenen Ausgabe mit Kupferstichen und fraktaler Schrift in die Hand, möchte man doch bezweifeln, dass kleine Kinder daran ihre Freunde haben. Für das Vorlesen sind Ausgaben mit kindgerechten Illustrationen vermutlich besser, da die Kleinen die Geschichte anhand der Bilder besser verfolgen können. Dicke Sammlungen, in denen Märchen von den Gebrüdern Grimm und Hans Christian Andersen zusammen mit Geschichten aus 1001 Nacht zusammengefasst sind, bieten einen riesigen Fundus an Vorlesegeschichten. Auch witzig: Im Internet findet man tolle personalisierte Kindergeschichten von Anbietern wie Posterjack. Mit dem Namen und einem Bild des Kindes versehen wird so ein Märchen zu einem individuellen Präsent mit direktem Bezug auf das zu beschenkende Kind. Das Posterjack-Märchenbuch gibt es übrigens nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Spanisch, Englisch, Französisch und Portugiesisch.

Was genau Märchen in unseren Kindern auslösen, lässt sich schwer nachvollziehen. In der Wissenschaft geht man von einem direkten Zusammenhang zwischen Märchen und dem kindlichen Erleben und Denken aus. Ursprünglich waren die Märchen, die von Wilhelm und Jacob Grimm gesammelt wurden, gar nicht für Kinder, sondern für Erwachsene gedacht. Da die Geschichten aber gerade bei den jungen Zuhörern Anklang fanden, machten die Brüder aus vielen ihrer Märchen Lehrstücke mit einem Happy End.

Foto: istock.com/Imgorthand

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