Männer weinen nicht – die Kurzdokumentation „Men don’t cry“ von der britischen Filmemacherin Mollie Mills

„I feel like in society men are socialized not to speak. It is very acceptable to show anger but we are not socialized to show vulnerability or hurt or upset or show depression. You get happy, angry, strong, you don’t get anything else in between.“ Männer dürfen nur zeigen, dass sie glücklich, wütend und stark sind, alles andere ist gesellschaftlich nicht erlaubt, sagt ein namenloser Mann in dem Film von Mills. Genau diese Erfahrung mache ich gerade im Familiengericht. Gefühle sind bei Gericht eh nicht vorgesehen, damit kommen Juristen überhaupt nicht klar. Aber dass Männer offen ihre Verwundbarkeit zeigen, aber auch ihrer Empörung über Entwertung, Demütigung und Entrechtung lautstark Ausdruck verleihen, wird nicht akzeptiert. Nicht mal von Psychologen. Die Desintegration menschlicher, vielfältiger, reichhaltiger Gefühlsregungen … im Mann ist in unser ach so fortschrittlichen Gesellschaft nachhaltig tabuisiert. Aus meiner Sicht die Spitze des Eisbergs: Testosteron und Adrenalin werden immer noch als konkrete Bedrohung für Kinder, Frauen und die gesellschaftliche Integrität wahrgenommen. Um so wichtiger sind Künstler und Kreative, die sich, wie die britische Filmemacherin Mollie Mills, mit diesem Thema beschäftigen – auch wenn Mills eine junge, attraktive Frau ist. Hier der Film: „Männer weinen nicht – die Kurzdokumentation „Men don’t cry“ von der britischen Filmemacherin Mollie Mills“ weiterlesen

Flattr this!

Scheidung – einsame Väter und die Ungleichheit vor dem Gesetz beim Umgangsstreit

Gerechte, angemessene von allen getragene Lösungen gibt es offenbar vor dem Familien nicht, sind nicht vorgesehen in Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz. Den Eltern in einem schwerwiegenden Konflikt zu helfen ist offenbar unmöglich. Juristen sind nun mal Juristen und viele Rechtsanwälte profitieren von einem nachhaltigen Elternstreit und haben keinerlei Interesse an einem konstruktiven Dialog, außergerichtlichen Vereinbarungen und den Konflikt entschärfenden Gesprächen. In meinem Fall ist es die Rechtsanwältin Anke Weidner-Hinkel, gesteuert von dem Großvater meiner Tochter, die keinen sachlichen Argumenten zugänglich ist und jede vernünftige Vereinbarung der Eltern erfolgreich zu verhindern weiß. Die Doku „Scheidung – Einsame Väter“ von Pascal Magnin und Christophe Ungar beleuchtet anhand von Beispielen aus der Schweiz, die ein ähnlich rückständiges und ungerechtes und Familienrecht haben, wie regressiv man gegen Väter vorgeht, die ganz offensichtlich aus (wissenschaftlich nicht belastbarer) juristischer Sicht keine große Rolle bei der Entwicklung ihrer Kinder haben oder einnehmen müssen. „Scheidung – einsame Väter und die Ungleichheit vor dem Gesetz beim Umgangsstreit“ weiterlesen

Flattr this!

Filmkritik: Der Gott des Gemetzels

Der neue Film von Roman Polanski in unseren Kinos ist ursprünglich ein französisches Theaterstück von Yasmina Reza. Und so spielt „Der Gott des Gemetzels“ dennoch ausschließlich in einer Wohnung, in der sich zwei Paare treffen, um über die gewalttätige Auseinandersetzungen ihrer pubertierenden Jungs zu reden. Immerhin wurden dem Knaben des Ehepaar Longstreet, in dessen Wohnung wir uns befinden, zwei Schneidezähne ausgeschlagen. Was sich dann zwischen den Eltern, zwischen den beiden Paaren entwicklet, ist Psychologie, ein Drama. Und ein richtiges Vergnügen.

Der neue Film von Roman Polanski in unseren Kinos ist ursprünglich ein französisches Theaterstück von Yasmina Reza. Und so spielt Der Gott des Gemetzels dennoch ausschließlich in einer Wohnung, in der sich zwei Paare treffen, um den gewalttätigen Streit ihrer pubertierenden Jungs zu lösen. Immerhin wurden dem Knaben des Ehepaar Longstreet, in dessen Wohnung wir uns befinden, zwei Schneidezähne ausgeschlagen. Was sich dann zwischen den Eltern, zwischen den beiden Paaren entwicklet, ist Psychologie, ein Drama. Und ein richtiges Vergnügen. „Filmkritik: Der Gott des Gemetzels“ weiterlesen

Flattr this!

Filmtipps im Herbst: Eltern, Vater-Sohn-Konfilkt und Schul-Wahnsinn

Wenn der Sommer vorbei ist und Weinhachten in Sicht kommt, schlägt die Stunde des Kinos. Neue Filmen kommen raus und man braucht wegen des lauen Sommerabends kein schlechtes Gewissen haben. Denn draußen ist des dunkel und kalt, wie in manchen Kinos. Der Herbst ist die große Zeit des Films. Wir Familienväter und Eltern haben in diesen Wochen einige Filme zu bewältigen. Immerhin geht es um die Zukunft unserer Kinder (Alphabet), um die Konflikte mit unseren flügge gewordenen Söhne (Exit Marakesh) und die alltäglichen Schwierigkeiten in unseren Familien (Eltern). Natürlich handelt es sich bei diesen Filmen um solche, die ich selbst sehr gern ansehen würde. „Filmtipps im Herbst: Eltern, Vater-Sohn-Konfilkt und Schul-Wahnsinn“ weiterlesen

Flattr this!

Vater Morgana – Eine neue deutsche Komödie

Eine Filmkomödie, die die Vater-Sohn-Thematik in den Mittelpunkt stellt. Ob Komödie oder nicht – das Thema ist wichtig. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich die Rolle des Vaters für seine Kinder bisher weitestgehend unterschätzt, wenn nicht oft als missverständlich interpretiert wird. Vielleicht nähert man sich dem Thema mal auf diese leichte, lustige Art. Auch ein Weg in jedem Fall.
„Vater Morgana – Eine neue deutsche Komödie“ weiterlesen

Flattr this!