Der gute Oke Göttlich, Vorstand beim FC St. Pauli hier gleich ums Eck in Hamburg, hat als erster einen WM-Boykott vorgeschlagen. Der Zeitpunkt ist richtig. Ich würde mitmachen und den Fußball WM 2026 Boykott befürworen.
Für die Fans gibt es nur einen Ratschlag: Bleibt den USA fern!
Joseph «Sepp» Blatter, Ex-Fifa-Präsident
FB-Debatte & Fan-Haltung
Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sorgt in Deutschland längst nicht nur für Vorfreude, sondern für eine zunehmend laute Debatte: Sollen wir dieses Turnier boykottieren – zumindest politisch, medial oder persönlich im eigenen Wohnzimmer?Auf jeden Fall ist das politischer Sprengstoff statt Sommermärchen!
Die WM ist diesmal kein harmloses Sportfest, das zufällig vor einer hübschen Kulisse stattfindet, sondern Teil einer knallharten Machtinszenierung – mit Donald Trump als starkem Mann im Weißen Haus, außenpolitischen Drohgebärden und einem Klima permanenter Eskalation. Offene Drohungen gegenüber europäischen Partnern und Besitzansprüche gegenüber Grönland zeigen, wie bereit diese Regierung ist, internationale Regeln zu biegen, wenn sie nicht ins eigene Weltbild passen. Wer in diesem Kontext „Sport und Politik trennen“ möchte, muss schon sehr fest die Augen schließen.
Der DFB will bloß seine Ruhe
Während an den Stammtischen, auf Social Media und in den Kurven längst über einen Fußball WM 2026 Boykott diskutiert wird, bemüht sich die Spitze des organisierten Fußballs vor allem darum, das Thema kleinzuhalten. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Ligaboss Hans-Joachim Watzke erklären die Boykottdebatte für „völlig unangebracht“ und setzen auf die altbekannte Beruhigungspille: Abwarten, weitermachen, bitte nicht stören. Wer im Verband laut über Werte, Sicherheit und Grenzen der eigenen Mitwirkung nachdenkt, wie DFB-Vize Oke Göttlich, bekommt eher einen Rüffel als Rückendeckung.
Fans zwischen Sicherheitsangst und Haltung
Draußen beim „Fußvolk“ sieht das schon anders aus: Viele Fans fragen sich, ob sie überhaupt in ein Land reisen wollen, in dem Grenzbehörden Migranten erschießen und ein autoritär werdender Staat offen gegen politische Gegner und Minderheiten vorgeht. Sicherheitsbedenken, verschärfte Einreisebedingungen und der Eindruck, als normaler Fan unerwünscht zu sein, lassen die Lust auf ein „WM-Abenteuer USA“ merklich sinken. In Umfragen spricht sich fast die Hälfte der Befragten für einen Boykott aus – zumindest dann, wenn die USA ihren außenpolitischen Kurs weiter radikalisiert und rote Linien überschreitet.
Ein offizieller Boykott der WM in den USA ist ausgeschlossen, den deutschen Spitzenfunktionären ist die Diskussion lästig. Die Verantwortung liegt nun bei jedem Einzelnen.
Teaser des SPON-Leitartikels von Peter Ahrens
Fußball WM 2026 Boykott: stumpfes Schwert oder einziges Signal?
Die üblichen Gegenargumente sind schnell zur Hand: Ein Fußball WM 2026 Boykott schade doch nur den Falschen, den Spielern, den gastgebenden Städten, den ganz normalen Menschen in den USA. Die politische Linie eines Präsidenten werde man damit sowieso nicht ändern. Stimmt – aber das ist nicht der Punkt. Ein Boykott ist kein magischer Hebel, der Trump über Nacht die Macht entreißt. Ein Fußball WM 2026 Boykott ist ein Statement: bis hierhin und nicht weiter, nicht in meinem Namen, nicht mit meiner Einschaltquote.
Persönlicher Boykott statt Staatsakt
Die Bundesregierung hält sich zurück und verweist brav darauf, dass über Teilnahme oder Nicht-Teilnahme die Verbände entscheiden, nicht die Politik. Gleichzeitig betonen auch Politikerinnen, sie würden die WM persönlich boykottieren – als Zuschauer, nicht als Gesetzgeber. Genau hier beginnt der interessante Teil: Fußball WM 2026 Boykott ist nicht etwas, das „Deutschland“ tut. Boykott ist etwas, das du tust. Du entscheidest, ob du Urlaubstage, Geld, Emotionen und Bildschirmzeit in ein Turnier steckst, das dir politisch gegen den Strich geht.
Ein anderer Fußball ist möglich – aber nicht gratis
Vielleicht ist die wichtigere Frage gar nicht: „Soll Deutschland die WM boykottieren?“, sondern: „Welchen Fußball wollen wir eigentlich noch mittragen?“ Wenn ein autoritär auftretender US-Präsident, eine zunehmend rücksichtslos agierende FIFA und ein 48-Nationen-Megaevent über drei Länder hinweg für dich nach allem klingt – bitte, Fernseher an. Wenn du dagegen beim Gedanken an Militarisierung, Grenzgewalt, Überwachung und toxische Männlichkeit im Präsidentensessel eher Bauchschmerzen bekommst, dann könnte der Boykott der Beginn einer sehr klaren persönlichen Haltung sein.
Und vielleicht sitzt du dann im Sommer 2026 nicht vor „WM live aus den USA“, sondern mit Freunden im Park, auf dem Bolzplatz oder vor einem alten Zweitligaspiel aus besseren Zeiten – und merkst: Die WM braucht dich mehr als du sie.Fußball WM 2026 Boykott jetzt!
Korruption, Trump, FIFA und der DfB
Beim Deutschen Fußball-Bund wird schon die Debatte verweigert. Der Verband schweigt zu dem, was alle täglich sehen können. So steuert er bei der WM auf den nächsten Fehlschlag zu.
Teaser der F.A.Z. vom 27.1.2026
Dass der DFB überhaupt kein Interesse an einem Boykott von Donald Trumps WM 2026 hat, ist klar wie Klosbrühe. Auch die deutsche Mannschaft, die Spieler haben natürlichweise kein Interesse an einem Fußball WM 2026 Boykott. Sie sind Sportler, wollen sich mit den Besen messen, haben Bock ein spannendes Tournier, neue Karriereachance und mehr Kohle. So weit so gut.
Aber dass es JETZT der falsche Zeitpunkt ist, in Deutschland über einen Boykott der WM 2026 nachzudenken, ist gelinde gesagt eine Frechheit. Wann denn sonst? Die USA hätten beinahe Dänemark überfallen, die EU angegriffen und die NATO gesprengt. Auf den Straßen in den USA sterben Bürger durch staatliche Willküre ohne dass die Schergen dafür zur Verantwortung gezogen werden können. Dazu die ständigen Drohnungen mit Strafzöllen. Der US-Präsident verhält sich wie ein Wahnsinniger und nicht wie ein Freund.
Trump macht in Sache Ukraine gemeinsame Sache mit Putin – aber die deutschen Fußballfunktionäre finden, es wäre der falsche Zeitpunkt für einen Boykott der Spiele in den USA nachzudenken? Kriegen die auch Geld aus den USA? Oder warum sind die DFB-Oberen so arrogant und unverständig? Es darf niemanden wundern, wenn wir JETZT über einen Fußball WM 2026 Boykott nachdenken.



