Streitkultur in Deutschland

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  • Beitrag zuletzt geändert am:7. Dezember 2015

In unserer Kultur ist Streit verpönt. Jedenfalls der leidenschaftliche Streit. Man ächtet den Heißsporn, die Leidenschaft, das südländisches Temperament, vielleicht weil man Angst vor Gefühlen hat, vor Lebendigkeit, vielleicht weil man sich überlegen fühlen, unbedingt die Kontrolle behalten will. Kommt es hierzulande zu ernsthaften Auseinandersetzungen die bis vor Gericht reichen, mit den Behörden, der Justiz oder anderen Autoritäten, dann hat ein Heißblut erst einmal schlechte Karten. Ich bin so ein Heißblut, gestikuliere leidenschaftlich, steigere mich in die Thematiken rein, kämpfe, rede, erhebe meine Stimme, zeige Gefühle, werde wütend, traurig, zerknirscht, aber auch fürsorglich, bereuend, nachgiebig. Ich habe mir sagen lassen, dass es in der Türkei ein Sprichwort dafür gibt: So aufschäumend, wie heiße Milch, die man einfach nur von der heißen Platte nehmen muss, damit sie schnell abkühlt. In unserer Kultur, so scheint es mir, ist die Heuchelei mehr wert, als ehrliche Gefühle. (mehr …)

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Umgangsregelung mit dem Familienrat

  • Beitrags-Kategorie:Familie
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  • Beitrag zuletzt geändert am:17. August 2023

Am vergangenen Wochenende hatte ich eine hoch interessante Begegnung mit dem Hamburger Sozialpädagogen Jens K. vom Landesbetrieb Erziehung und Bildung Wilhelmsburg. Er ist der Freund einer neuen, ganz wundervollen Freundin und hat, wie es der Zufall so will, den „Familienrat“ mitgegründet – „Familienrat“: Mediation und Konfliktmanagement. Dieser Familienrat soll Familien in Konfliktsituationen helfen, wie es beispielsweise ein Umgangsstreit ist, also der Konflikt zwischen den Eltern, wer nach einer Trennung wann die Kinder betreut. Da traf ich gerade auf den Richtigen. Jens ist ein sehr sympathischer und ganz offensichtlich engagierter Typ, dem ich spannende Erkenntnisse verdanke. (mehr …)

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Winkewinke

  • Beitrags-Kategorie:Familie
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  • Beitrag zuletzt geändert am:18. November 2015

Allen durchgedrehten Kindesmüttern, die lügen und lügen und lügen, allen bösartigen Großvätern, die sich in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, und allen Familienrechtsanwälten, die für Geld Familien zerstören und…

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Die Ukulele-Story – Wo ist sie wann?

  • Beitrags-Kategorie:Leben
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  • Beitrag zuletzt geändert am:7. Dezember 2015

Es war einmal eine Ukulele. Die wollte das machen, wozu sie da war – sie wollte Musik machen. Da sie aber in einem Haus lebte, in dem ihre Besitzer sich aus Gründen, die sie nicht verstand, zerstritten hatten, hatte sie eines Tages zwei zu Hause. Aber wo sollte sie leben? Wo sollte sie wann sein? Wer konnte sie wo wann spielen? Und wer bestimmte das? Nur ein Ukulele-Besitzer? Oder beide? Und was, wenn sie sich nicht einig waren, nicht einigen WOLLTEN, wer bestimmte dann? Der der die Macht dazu hatte? Oder gab es so etwas wie Gerechtigkeit und Vernunft, so dass alles und vor allem die Ukulele zu ihrem Recht kommen konnte? Wem gehörte die Ukulele. (mehr …)

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Buchbesprechung: Lasst Väter Vater sein!

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  • Beitrag zuletzt geändert am:25. November 2021

Um nicht lange um den heißen Brei herum zu reden: Lasst Väter Vater sein: Eine Streitschrift ist aktuell das beste Buch zum Thema Vaterschaft, das ich bisher gelesen habe und passt außerdem zu meinen aktuellen Auseinandersetzungen wie die Faust aufs Auge. Freundlicherweise hat der Verlag mir diese Streitschrift für eine Besprechung zugeschickt. Passt gerade sehr gut. Das Buch aber – und das scheint die große Überraschung – ist von einer Frau, einer „Feministin“ geschrieben. Ich habe es nicht so mit Schubladen, aber in diesem Zusammenhang scheint die geistige Herkunft der Autorin relevant. Vielleicht kann so etwas nur von einer Frau kommen, weil viele Ohren verschlossen scheinen. Man misstraut den Männern, die, wenn sie was zu sagen haben, der Erfolgskarriere verdächtigt ist und die „Erziehung“ der Kinder hauptsächlich ihren Frauen überlassen. Wie auch immer: Das Buch ist absolut lesenswert, eine Bereicherung in der Väter-Debatte und, für meinen Geschmack, äußerst gehaltvoll. Absoluter Lesetipp! (mehr …)

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Ein aufrechter Mann – Die Pressekonferenz des Christian Streich zum Flüchtlingsdrama

  • Beitrags-Kategorie:Leben
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  • Beitrag zuletzt geändert am:23. September 2015

Kinder. Bitte: Großartig. Das Beste, das bisher dazu gesagt wurde. Aufrecht und menschlich über den Tellerrand geschaut. Solche Leute fehlen überall. Toller Mann! Wunderbares Vorbild. (mehr …)

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Lesetipp: Text von Jesper Juul zum Thema Wut

  • Beitrags-Kategorie:Gesellschaft
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  • Beitrag zuletzt geändert am:22. Januar 2024

In dem Beitrag „Wut ist gut!“, der am 12.05.2013 in der Welt am Sonntag (Wams) erschien, bringt der wunderbare Familientherapeut Jesper Juul die Sache mit der Wut und den Umgang mit Aggression in der Familie – und der modernen „Pädagogik“ auf den Punkt. Es ist ein Auszug aus seinem Buch Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist und ist sehr erhellend. Hier meine Lieblingsstelle aus dem Text, der die aktuelle Situation in meiner zerstörten Familie exakt wiederspiegelt: Ein fataler, angstbesetzer, ignoranter und unädaquater Umgang mit „heftigen“ Emotion. Sie werden tabuisiert und die Unfähigkeit vieler Menschen, damit umzugehen, ist aus meiner Sicht ein Anzeicher seelischer Verarmung. (mehr …)

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Ein Text über Menschen, Kommunikation und Wut

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  • Beitrag zuletzt geändert am:8. November 2015

„Eines Tages fragte ein indischer Denker seine Zuhörer: „Weshalb schreien die Menschen, wenn sie wütend sind?“

„Sie schreien, weil sie die Ruhe verlieren“, antwortete einer der Schüler.
„Doch warum schreien sie, wenn doch die andere Person neben ihnen steht?“, fragte der Denker erneut. (mehr …)

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Einschulung 2015: So sieht ein froher und stolzer Vater aus

  • Beitrags-Kategorie:Vaterrolle
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  • Beitrag zuletzt geändert am:22. Januar 2017

Ich freue mich sehr, dass es meiner kleinen so gut geht in ihrer neunen Schule. Die erste Woche in der Grundschule war, wie es aussieht, ein voller Erfolg. Es waren zwar nur drei Tage plus den großen Tag – zwei Stunden – der Einschulung. Aber sieht hat sichtlich Freude an der Sache und das ist das wichtigste. Ich freue mich wirklich sehr und was ich bisher von der Schule und den Lehrern und Lehrerinnen mitbekommen habe, ist durch die Bank positiv und erleichtert mich sehr. Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich Schule – so, wie ich sie kenne – nicht mag und etwas Sorge um meine Kleine hatte. Aber diese scheint tatsächlich unbegründet. Es ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber ein Ponyhof ohne Probleme erwarte ich auch gar nicht. Eher ist es so: Dort, wo es keine Probleme gibt und alles reibungslos vonstatten zu gehen scheint, da stimmt in der Regel was nicht. Aber egal. Ich freue mich für meine Tochter. (mehr …)

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Sammlung von Beiträgen zur Frage: Umgangsrecht – Wie oft darf ich mein Kind sehen?

  • Beitrags-Kategorie:Familie
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  • Beitrag zuletzt geändert am:6. Oktober 2022

Ich hätte nie gedacht, dass ich in eine derartig traurige Situation komme. Nach wie vor ist mein Umgang mit meiner Tochter von ihrer Mutter erheblich eingeschränkt, so dass ich das Familiengericht anrufen musste. Der Termin ist nächste Woche.

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Einschulung – die feierliche Übergabe unserer Kinder an Vater Staat

  • Beitrags-Kategorie:Bildung
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  • Beitrag zuletzt geändert am:20. März 2020

Jetzt ist es so weit: Am Dienstag, den 1. September 2015, ist in Hamburg großer Einschulungstag. Tausende Kinder werden in einem feierlichen Akt, mit riesigen Schultüten bewaffnet und einem Haufen Familienmitgliedern im Gepäck, eingeschult. Das heißt, sie werden dem Staat übergeben. Vater Staat ist es jetzt, der den Alltag der Kinder und Familien bestimmt. In Deutschland herrscht Schulpflicht. Die Eltern dürfen zwar hier und dort mit leiser Stimme mitwirken, aber die Hoheit hat die Gemeinschaft. Das nennt sich Schulpflicht. Meine Kleine freut sich natürlich riesig auf die Schule, wie die meisten Kinder auch. Nur ihr Vater hat ein wenig Sorge und macht sich so seine Gedanken. (mehr …)

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Kinder darf man schlagen? Was ist denn in den Papst gefahren?

  • Beitrags-Kategorie:Erziehung
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  • Beitrag zuletzt geändert am:2. Oktober 2015

Der Heiliger Vater macht mal wieder von sich reden. Ein weiteres Mal fällt Papst Franziskus mit einer Bemerkung unangenehm auf. Einmal habe er einen Vater sagen hören, so Franziskus: „Manchmal muss ich meine Kinder ein bisschen schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen.“ Der Papst habe darauf geantwortet: „Wie schön, er hat einen Sinn für die Würde. Er muss bestrafen, er tut es auf gerechte Weise, und von dann geht es weiter.“ Wie bitte? (mehr …)

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Kinder im Teich – Mütter in Panik

  • Beitrags-Kategorie:Leben
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  • Beitrag zuletzt geändert am:10. August 2015

Panik ist vielleicht übertrieben, „Sorge“ ist das bessere Wort. Habe ich letzte Woche selber erlebt: Kinder im Teich – die Mütter in Sorge. Ein kleiner, künstlicher Teich, rund 40 Zentimeter tief, in einem romantischen Park in Hamburg, mit zottigen Hunden drin, die Stöckchen holen, das Wasser belegt mit Entengrütze an einem heißen Sommertag. Was machen die Kinder? Raus aus den Klamotten und hinein ins Vergnügen! Und was machen die Mütter? Brechen in Sorge aus, murmeln Verbote und beißen die Zähne zusammen. Aber zwischen ihnen und dem Teich stand noch etwas anderes, eine Art Alien, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Ein Mann! (mehr …)

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Brief an eine Trennungsmutter: Ich freue mich

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
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  • Beitrag zuletzt geändert am:25. Juli 2016

Ein Vater, der eine schlimme Trennung von seiner Familie hinter sich hat, stellte mir den folgenden Text zur Veröffentlichung zur Verfügung. Auch hier war es die Frau, die die Beziehung hin schmiss und die Familie mit dem Einsatz eines „Rechts-„Anwalts und getrieben von ihrem eigenen Vater zerstörte. Seine Ex-Frau, so versicherte er mir glaubwürdig, hatte, nach dem sie den Zugang zum und den Umgang mit seines Sohnes massiv und willkürlich einschränkte, nie auch nur einmal den Versuch gemacht mit ihm zu reden und eine einvernehmliche Lösung auch nur in Betracht zu ziehen. Sehr verletzend so ein Verhalten. Hier geht es um alles, um Macht, Dominanz, Rechthaberei, in der Beziehung ungelöste Probleme, erhebliche Kommunikationstörungen und vielleicht sogar eine hirnorganische Problematik – nur nicht um das Kind. Ich druck seinen Brief an die Mutter seines Sohnes hier original ab. Er hatte ihn nach der ersten grausamen Sitzung vor dem Familiengericht geschrieben. Bitteschön: (mehr …)

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