Anhübschen und beschönigen
Bin ich schön? Wie werde ich schön? Wer findet mich schön? Was ist schön? Was ist eine schöne Frau, was ein schöner Mann? Wozu gibt es Schmuck, wozu schmücken wir uns? Eine Reflektion.
Bin ich schön? Wie werde ich schön? Wer findet mich schön? Was ist schön? Was ist eine schöne Frau, was ein schöner Mann? Wozu gibt es Schmuck, wozu schmücken wir uns? Eine Reflektion.
Da hat ein Hamburger Autor über seine Partnersuche geschrieben. Zunächst in der Süddeutschen Zeitung, was jetzt als Buch erschienen ist und ich hier bespreche! Freue mich schon selber darauf.
Partnervermittlung auf Rechnung ist eine Option, wenn du gut verdienst oder einen Partner suchst, der zu den Besserverdienden gehört. Dabei landen die Bezahlbörsen wie Parship richtig zu. Eine Geldfrau kommt aber hier dennoch auf ihre Kosten. Oder?
In einer neuen Serie zur Partnersuche im Internet beschreibe ich meine Erfahrungen auf der Suche nach einer neuen Liebe. Ab Mittw 40 ist das nämlich gar nicht so einfach, wie es scheint. Heute stelle ich die "moms-dads-kids" vor.
Ich bin eigentlich eine sehr verträglicher Typ, charmant sogar, wenn ich gute Laune habe. Ich bin ein friedliebender, humorvoller Mann, mit dem man sich gut über alles unterhalten kann und mit dem es kaum langweilig wird. Man darf mir nur nicht blöd kommen. Sie wie die Psychologin, die auch auf Partnersuche im Internet aus einer kostenlosen Flirtbörde gefischt hatte, es nach unserem Psycho-Dating tat. (mehr …)
Ich denke nicht, dass mit dem Spruch auf dem Bild der übliche Frauenkram gemeint ist, einen Mann zu „lieben“, der ihr „nicht gut tut“, der ihr nicht reicht, sie nicht liebt, ein Arsch ist oder unfähig. Dieser langweile Scheiß ist Kinderkacke und man sollte da irgendwann rausgewachsen sein. (mehr …)
Das zu bekommen, was man verdient, ist – trotz der häufig übertriebenen Vorstellung davon – ein nachvollziehbares Ziel, aber nur für jemanden unter sieben. Kinder benutzen Fairness oft als Hauptargument sowohl dafür, zu bekommen, was sie wollen, als auch dafür, zu vermeiden, was sie nicht wollen, und das ist der Grund, weshalb ihre Diskussionen so oft in Tränen enden. Sind Eltern die zuständige Autorität, können sie den Kindern einfach erklären, dass das Leben nicht fair ist. Wenn Erwachsene andere Erwachsene beschuldigen, sich unfair zu verhalten, sind die daraus resultierenden Gemeinheiten im Allgemeinen sehr viel schlimmer als ein Time-out. (mehr …)
Wir leben in einer kranken Gesellschaft. Billig zu behaupten, aber dennoch: Es gibt Leute, die behaupten, es wäre eine „depressive“ Gesellschaft und sie weist tatsächlich Symptome einer Depression auf. Depression im Sinne einer Entwurzelung und Identitätskrise. Beispielsweise wird von „der Gesellschaft“ nicht der Krieg als Problem angesehen, sondern die traumatisierten Soldaten, die die Grausamkeiten nicht mehr ertragen. Nicht der Krieg wird abgeschafft, sondern die an ihm leidenden Menschen werden therapiert. Eine perverse Logik einer … kranken Gesellschaft. Doch es ist gar nicht so einfach zu definieren, was krank ist. Was ist denn verrückt, was nicht? Was normal, was absonderlich? Wie sieht sie aus, die Verrücktheit und wie kommt die angebliche psychische Gesundheit daher? Gab es da nicht dieses Buch, Irre! – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen? Ja. Ganz genau. Es spiegelt exakt meine Erfahrung im Umgangsstreit vor dem Familiengericht. Ich werde halt für wahnsinnig erklärt, weil ich wütend geworden bin, dass ich meine Tochter nicht sehe und es keine angemessene Umgangsregelung für mich, ihren liebevollen Vater gibt. Und weil ich wütend geworden bin, gibt es keine angemessene Umgangsregelung. Die kranke Logik eines zutiefst kranken und menschenverachtenden Systems. Eine andere Geschichte veranschaulicht die Problematik und sie stammt aus dem wunderbaren Buch, das ich wärmstens jedem empfehlen kann: Veronika beschließt zu sterben. (mehr …)
"Eine Scheidung ohne Stress ist möglich. Beide Seiten können die Trennung bewältigen und es schaffen, gestärkt aus der Situation hervorzugehen. Mehr noch, eine Trennung kann sogar eine positive Lebenswendung anregen." Leider musste ich eine andere Erfahrung machen ...
„I feel like in society men are socialized not to speak. It is very acceptable to show anger but we are not socialized to show vulnerability or hurt or upset or show depression. You get happy, angry, strong, you don’t get anything else in between.“ Männer dürfen nur zeigen, dass sie glücklich, wütend und stark sind, alles andere ist gesellschaftlich nicht erlaubt, sagt ein namenloser Mann in dem Film von Mills. Genau diese Erfahrung mache ich gerade im Familiengericht. Gefühle sind bei Gericht eh nicht vorgesehen, damit kommen Juristen überhaupt nicht klar. Aber dass Männer offen ihre Verwundbarkeit zeigen, aber auch ihrer Empörung über Entwertung, Demütigung und Entrechtung lautstark Ausdruck verleihen, wird nicht akzeptiert. Nicht mal von Psychologen. Die Desintegration menschlicher, vielfältiger, reichhaltiger Gefühlsregungen … im Mann ist in unser ach so fortschrittlichen Gesellschaft nachhaltig tabuisiert. Aus meiner Sicht die Spitze des Eisbergs: Testosteron und Adrenalin werden immer noch als konkrete Bedrohung für Kinder, Frauen und die gesellschaftliche Integrität wahrgenommen. Um so wichtiger sind Künstler und Kreative, die sich, wie die britische Filmemacherin Mollie Mills, mit diesem Thema beschäftigen – auch wenn Mills eine junge, attraktive Frau ist. Hier der Film: (mehr …)
Generation Beziehungsunfähig, so heißt das Buch von Michael Nast (40, öfter mal Single), das gerade reißenden Absatz findet. Der Autor auf Lesereise füllt locker große Auditorien und ist beinahe ein Popstar. Warum findet er so viel Gehör?
Dieses Zitat des von mir sehr geschätzten und leider kürzlich verstorbenen Psychoanalytikers Arno Gruen liegt mir sehr am Herzen. Deshalb veröffentliche ich es hier noch mal, habe ich es doch aktuell mit einer haaresträubenden Unanständigkeit, Heuchelei und Grausamkeit zu tun. Denn genau das waren die Themen dieses großen Mannes – Gehorsam, Moral, Selbstverrat und Gewalt. Leider erreicht dieses Zitat nicht jene Leute, die es erreichen sollte. Dennoch: Ich gebe nicht auf, die Zusammenhänge zu verbreiten. (mehr …)
Um nicht lange um den heißen Brei herum zu reden: Lasst Väter Vater sein: Eine Streitschrift ist aktuell das beste Buch zum Thema Vaterschaft, das ich bisher gelesen habe und passt außerdem zu meinen aktuellen Auseinandersetzungen wie die Faust aufs Auge. Freundlicherweise hat der Verlag mir diese Streitschrift für eine Besprechung zugeschickt. Passt gerade sehr gut. Das Buch aber – und das scheint die große Überraschung – ist von einer Frau, einer „Feministin“ geschrieben. Ich habe es nicht so mit Schubladen, aber in diesem Zusammenhang scheint die geistige Herkunft der Autorin relevant. Vielleicht kann so etwas nur von einer Frau kommen, weil viele Ohren verschlossen scheinen. Man misstraut den Männern, die, wenn sie was zu sagen haben, der Erfolgskarriere verdächtigt ist und die „Erziehung“ der Kinder hauptsächlich ihren Frauen überlassen. Wie auch immer: Das Buch ist absolut lesenswert, eine Bereicherung in der Väter-Debatte und, für meinen Geschmack, äußerst gehaltvoll. Absoluter Lesetipp! (mehr …)
Alle im Stress, nur wir nicht. Denn unsere KITA streikt nicht. Dürfen die nicht, da die MitarbeiterInnen bei der Kirche angestellt sind, ist eben ne kirchliche KITA. Und bei denen regelt der Herrgott alles, die Tarife, den Urlaub, die Arbeitszeiten. Er hat außerdem das frühe Aufstehen erschaffen und den Islam. Aber das ist eine andere Geschichte. (mehr …)
Wenn du nicht zur Schule gehts, kommt die Polizei. Schule, das ist in Deutschland Sache des Staates, der Behörden, der Beamten, der Autoritäten. Hierzulande kommt niemand auf die Idee, dass jemand anderes als Vater Staat für die Bildung und Ausbildung der Menschen verantwortlich sein könnte. Das hat Folgen. Welche Folgen, das zeigt Rainer Stadtler in seinem Buch oder besser gesagt, seiner Streischrift: „Vater Mutter Staat – Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung – wie Politik und Wirtschaft die Familie zerstören. Ein weitere Lesetipp zum Thema Bildung! (mehr …)
Früher war das ganze Leben angefüllt mit Traditionen, die man zu erfüllen hat. In den Städten wurden zwar die gestrengen Sitten aufgeweicht, aber auch dort war „soziale Kontrolle“ lange ein Thema. Heute ist das nicht mehr so. Heute, so scheint es, gibt es die guten alten Traditionen nur noch auf dem Land, wo alles langsamer und angeblich auch rückständiger zugeht. Oder man bewundert sie im Urlaub in anderen Ländern. Und man selbst? Tja, ich bin relativ losgelöst von all den Zwängen der Tradition. Ich habe weder vor dem Rathaus gekehrt, weil ich mit 30 noch nicht verheiratet war, noch sieht man mich im Kostüm am Vatertag (wobei ich dazu sagen muss, dass ich im Netz bei Kostüme.com auf einige witzige Verkleidungen gestoßen bin).
(mehr …)
Ich bin zufällig auf diesem Video bei Youtube gestoßen. Es ist ganz entzückend, denn Kinder erkären hier auf ihre ganz eigene, charmante Art, was es bedeutet, arm oder reich zu sein. Da können sich auch viele Erwachsene noch eine Scheibe von abschneiden. Und es ist zauberhaft gezeichnet. Das Material stammt offenbar aus der ARD, vielleicht von der Sendung mit der Maus. Das wissen wir aber nicht. Es ist auf Youtube, es ist zauberhaft und jetzt ist es im Väterblog auf papalapapi.de! Bitte schön: (mehr …)