Isn’t She Lovely

Heute habe ich Geburtstag. Es ist mein erster Geburtstag ohne meine Tochter, seit es sie gibt. Eine bittere Pille, die ich schlucken muss – unverdient und hart. Es war schon alles friedlich abgesprochen und vereinbart, bis irgendein Teufel der Kindesmutter eingeredet hat, es wäre besser, wenn das Gericht so etwas bestimmt. Eine Schande. Aber ich bin hilflos gegen die absolute Macht einer deutschen Mutter. „Isn’t She Lovely“ weiterlesen

Umgangsregelung: Die Tochter glaubt an fifty-fifty

Dialog zwischen meinem Bruder und mir bei unserem Familienausflug mit der Oma und seinem neuen Wohnmobil. Er erzählt, er hätte eine Frau kennengelernt, die sich ebenfalls vom Vater ihrer Tochter getrennt hat. Das Paar allerdings macht ganz natürlich „fif­ty-fif­ty“ bei der Betreuung. Ganz normal. Wöchentlicher Wechsel Montag bis Donnerstag. „Umgangsregelung: Die Tochter glaubt an fifty-fifty“ weiterlesen

Telefonat mit der Tochter

Vor zwei Tagen erzähle ich ihr am Telefon, dass die verrückte Australierin endlich ausgezogen ist, bald aber ein ganz netter junger Mann hier einziehen würde, Jacob hieße der, wie der 4-Jährige Junge unter uns.

Die Süße moniert, dass das doch ihr Zimmer wäre und sie das aber gerne zurück hätte, spätestens wenn sie 8 Jahre alt wäre (also nächstes Jahr). Oder wenn sie 11 wäre will sie ein Zimmer bei mir haben, sonst würde sie mit mir schimpfen.

Ich habe ihr das alles natürlich aus vollem Herz zugesagt und versprochen.

Aber was sagt sie eigentlich damit? Drückt sie damit nicht aus, wie wichtig ihr das ist, bei ihrem Vater einen Anker zu haben, ein Heim? Drückt das nicht ihren Wunsch nach unverbrüchlicher, familiärer Bindung zu mir aus? Und sagt das nicht in dieser gerade erneut extrem zugespitzen Krisensituation zwischen ihren Eltern, dass ich sie nicht aufgeben darf? In der Tat hatte ich überlegt, dem durchgeknallten Mutterwillen konsequent zu entsprechen und auf das Kind zu verzichten, bis die „Gegenseite“ sich zu einem DIALOG in der Lage sieht.

Ja, meine Tochter sagt mir, dass sie mit mir schimpfen würde, wenn ich sie im Stich ließe. Und sie sagt, so verstehe ich es im Nachhinein, dass sie Sehnsucht nach mir hat, ihr auch der nur alle 14 Tage stattfindende Kontakt viel zu wenig ist und sie mit mir schimpfen müsste, wenn ich selbst diesen aufgeben würde. Denn sie selbst hat bisher absolut gar nichts zu melden, es rauscht über sie hinweg und sie kann noch weniger als ich, nämlich überhaupt nichts tun …

So habe ich es verstanden und meine Liebe zu ihr ist größer als all der Irrsinn, der mir hier um die Ohren fliegt.

Die Folgen der Trennung für die Kinder

Hier ein paar Absätze zu den Folgen unter denen Scheidungskinder leider können. Die Folgen der Trennung der Eltern und die Probleme der Kinder sind oftmals lange Zeit nicht erkennbar, sondern wirken sich erst später im Leben aus. Ich kann allen versichern, dass ich dagegen kämpfe und tue was ich kann, mein Kind vor nachhaltigem Schaden zu bewahren. Denn: „Keine Variablen haben mehr weit reichenden Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung als die Erfahrungen eines Kindes innerhalb der Familie. Angefangen von den ersten Monaten seiner Beziehung zu beiden Eltern entwickelt es ein Arbeitsmodell wie Bezugspersonen sich aller Voraussicht nach gegenüber ihm in allen möglichen Situationen verhalten werden; und auf diesen Modellen beruhen all seine Erwartungen und daher all seine Pläne, für den Rest seines Lebens. (John Bowlby, Attachment and Loss (1973, p.369)) „Die Folgen der Trennung für die Kinder“ weiterlesen

Winkewinke

Allen durchgedrehten Kindesmüttern, die lügen und lügen und lügen, allen bösartigen Großvätern, die sich in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, und allen Familienrechtsanwälten, die für Geld Familien zerstören und ihre Arbeit schlecht machen, winke ich herzhaft zu!

Mittelfinger