Warum Heiraten?

Warum heiratet man? Weil man sich liebt, werden viele Antworten, wegen der Kinder, weil man zusammen alt werden möchte, wegen der Sicherheit. Aber heiraten ist nicht billig und nicht jeder hat ein Bedürfnis danach, seine Partnerschaft zu legitimieren. Ist das ein Motiv? Mein heiratet, um seine Liebe offiziell zu legitimieren, die Beziehung und damit auch die Kinder, die daraus entstehen? Das Thema Ehe ist gerade wieder aktuell. Vor kurzem gab es Verfassungsgerichtsurteile zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften (eingetragenen Lebenspartnerschaften), was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Hier ging es zunächst um das Recht, Kinder zu adoptieren und um das Ehegattensplitting. Dies wiederum ist ein Wahlkampfthema. Die Union möchte es unbedingt beibehalten, die SPD und ihre möglichen Koalitionspartner lehnen es ab, bzw. wollen es zu einem Familiensplitting umbauen. „Warum Heiraten?“ weiterlesen

Homo-Ehe, Christdemokraten, Queer-Familien und die Vielfalt des Daseins

Mit gesundem Menschenverstand lässt sich nicht fassen, was Christdemokraten gegen die Gleichstellung der homosexueller Lebenspartnerschaften mit der Ehe einzuwenden haben. Für diese offenbar ein Dogma, eine Ideologie. Nach dem letzten positiven Urteil des Bunderverfassungsgerichtes zum Adoptionsrecht für Homosexuelle kam es zu einer gesellschaftlichen Debatte darüber. Aber worüber eigentlich? Dass nur Mann und Frau heiraten oder Kinder adoptieren dürfen? Dass es gerecht ist, die Ehe zwischen Mann und Frau finanziell zu begünstigen, andere Lebenspartnerschaften aber nicht? Was soll das Ganze? Geht es ums Grundgesetz, das nicht mit einem Wort Mann und Frau erwähnt in seinem Artikel 6, sondern von Eltern spricht und von Erziehungsberechtigten? Oder vom anderen Ufer aus gefragt: Warum wollen Schwule und Lesben unbedingt heiraten? Was ist daran so attraktiv? „Homo-Ehe, Christdemokraten, Queer-Familien und die Vielfalt des Daseins“ weiterlesen

Schande „uneheliche Kinder“

Gestern in den Nachrichten fiel er wieder dieser Begriff der „unehelichen Kinder“. Ich dachte, wir hätten diesen Begriff, der in der Mitte des letzen Jahrhunderts eine gesellschaftliche Ächtung, ja, Schande markierte, hinter uns, diese diskriminierende Äußerung an dieser Stelle überwunden. Denn gibt es nicht nur Kinder? Meine Tochter ist auch „unehelich“, weil beiden Eltern die Institution Ehe nichts bedeutet.

In der Meldung mit den „unehelichen Kinder“ ging es um die Stärkung der Väter dieser armen Geschöpfe. Sie können jetzt leichter ihr natürliches Sorgerecht einklagen. In dieser Nachricht klang auch an, dass dieses neue Recht nicht nur Vorteile hätte. Dabei ist es, so meine ich, traurig genug, wenn Richter, also die „Obrigkeit“, um im Bild zu bleiben, über das Wohl des Kinder bestimmten müssen.

Jedes Kind hat das Recht auf seinen Vater. Und wenn ich das nächste Mal jemanden von unehelichen Kindern faseln höre, kotze ich … öffentlich.