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Ein Vaterschaftstest ist manchmal unumgänglich

Vaterschaftstest helfen Kindern
Zeichnungen von Kindergesichtern. Wer der Vater ist, klärt im Zweifel ein Vaterschaftstest

Ein Kind hat das Recht zu erfahren, wer seine leiblichen Eltern sind. Artikel 7 Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention besagt: „Das Kind … hat … soweit möglich das Recht, seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.“ Damit geht es los. Es ist wichtig für die eigene Identität. Leider ist es in der Realität nicht selten unerwünscht, dass das Kind seinen eigenen Vater kennt. Früher war es unter dem herrschenden gesellschaftlichen, sozialen Druck die Regel, nämlich dass man die sogenannten Kuckuckskinder über ihre wahre Herkunft im Unklaren ließ. Die Literatur ist voll mit diesen Geschichten. Gut also, dass es heute den Vaterschaftstest gibt. Er dient nicht nur den Interessen der Väter, sondern vor allem auch denen der Kinder.

Bei meiner eigenen Vaterschaft war das gar kein Thema. Die Mutter meiner Tochter, die sich vor knapp 3 Jahren von mir trennte, erkannte meine Vaterschaft selbstverständlich gleich nach der Geburt unsere Süßen an und hatte auch keine Einwände gegen das gemeinsame Sorgerecht. Wir waren ja ein Paar. Andere Kinder bzw. andere Väter haben nicht so ein Glück.

Vaterschaftstests waren früher unerschwinglich, das hat sich geändert.

Es gibt viele Geschichten, in denen die Frau nach einem One-Night-Stand oder einer kurzen Affäre ohne Liebe und ohne Perspektive schwanger wird und das Kind bekommt. Die Beratungsstellen sind voll damit, Familiengerichte haben hier sehr viel zu tun. Wobei es beide Varianten gibt: Die Mutter will von Anfang an nichts mit dem Vater zu tun haben, fordert aber Kindesunterhalt von ihm. Oder die Mutter will mit dem Vater ihres Kindes nichts zu tun haben, ihn am Leben des Kindes nicht teilhaben lassen und stellt keine Unterhaltsforderungen, will eine zukünftigen Partnerschaft mit einem neuen Mann, der sich auch um das Kind kümmern soll, ohne den aus ihrer Sicht störenden Kindesvater leben. Die Ausgrenzung des leiblichen Vaters soll auch bei der Beziehungssuche die Chancen auf eine neue Partnerschaft (aus ihrer Sicht) verbessern. In beiden Fällen ist ein Vaterschaftstest praktisch die einzige Möglichkeit, Klarheit zu gewinnen und dem Recht des Kindes – und des Vaters – Geltung zu verschaffen.

Ich selber war ein Kuckuckskind

Ich selbst beispielsweise weiß zwar wer mein Vater ist, kenne ihn aber nicht. Gezahlt hat er nie. Ich hatte einen Stiefvater, der die soziale Vaterschaft aber nicht mit Leben erfüllte. Aufgewachsen bin ich als Kuckuckskind, das heißt, in dem Glauben, ich wäre das Kind meines Stiefvaters. Schön ist das nicht, wenn die Wahrheit endlich ans Licht kommt. So wie mir erging es vielen Menschen. Heutzutage trennen sich sehr viele Eltern und die Patchworkfamilie ist nichts Ungewöhnliches mehr. In der Regel wissen alle Kinder, wer ihre Eltern und Stiefeltern sind. Aber nicht immer. Zu diesen Kuckuckskindern gibt es einen tollen Blog, den Kuckucksvater-Blog! Auch hier wird das Thema Vaterschaftstest ausführlich behandelt.

Es gibt belegte Hinweis darauf, dass Kinder mit einer Großmutter mütterlicherseits eine größere Überlebenschance haben. Das liegt offenbar daran, dass die Großmutter sicher sein kann, dass ihr Enkelkind ihre Gene trägt und es deshalb entsprechend pflegt und schützt. Während naturgemäß die Mutter des Vaters, wie dieser selbst, nicht absolut sicher sein kann, dass das Kind ihre Linie fortsetzt. Liegt in der Natur der Sache. Der Vater kann nie 100% sicher sein, dass nicht doch ein Konkurrent die Mutter des Kindes geschwängert hat. Nur die Mutter weiß, dass es ihr Kind ist. Die Medizin hat große Fortschritt gemacht, die sehr sinnvoll und hilfreich sind oder sein können (Stichwort „Leihmutterschaft“, die wir hier nicht beleuchten wollen). Es ist gut, dass es die Möglichkeit eines Vaterschaftstests gibt. Es ist im Sinne der Kinder. Und kein Mann muss mehr für ein Kind bezahlen, dass nicht seins ist.

Übrigens: Mehr über die lesenswerte Serie über den „Oma-Effekt“ der ZEIT hier: Evolution der Familie

Über Papalapapi
Ich heiße Mark und bin Vater einer wundervollen Tochter. Papalapapi Vaterblogger, Elternblogger und Männerblogger beschäftigt sich mit Themen rund ums Kinderhaben und Mannsein aus einer subjektiven männlichen und vor allem väterlichen Sicht.

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