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Achtung, Kante! Wie das eigene Zuhause kindersicher wird

Auch die Küche kindersicher machen

Nichts ist für einen Vater wichtiger, als das eigene Kind zu beschützen und auch da, wo wir nicht immer vor Ort sein können, wollen wir unser bestmöglichstes tun, damit niemand zu Schaden kommt. Das Leben sollte kindersicher sein. Deshalb erklären wir unseren Kindern, wenn sie alt genug sind um z.B. selbst zur Schule zu laufen, sie sollen nach links-rechts-links schauen, bevor sie eine Straße überqueren, schließlich passieren im Straßenverkehr die meisten Unfälle, richtig?

Falsch! Das Gesundheitsministerium lies forschen und konnte diesen Irrglauben widerlegen. Die meisten Eltern schätzen den Straßenverkehr als die deutlich gefährlichste und häufigste Gefahrenquelle ein, dabei passieren hier die wenigsten Unfälle (etwa 7%). Tatsächlich geschehen über die Hälfte aller Unfälle (66%) da, wo es am sichersten wirkt – Zuhause. Die Unfallhäufigkeit steigt mit dem Alter und natürlich mehren sich auch die Gefahren im Straßenverkehr für Kinder ab etwa 6 Jahren. Außerdem müssen Jungs häufiger zum Arzt als Mädchen – Boys will be Boys. Aber genug Schwarzmalerei, wir tun das, was Väter besonders gut können – Hand anlegen! Besonders für Kinder unter 6 müssen die eigenen vier Wände so präpariert sein, dass ihnen praktisch nichts passieren kann. Wir schauen uns die häufigsten Gefährdungen daheim an und korrigieren sie!

Sturz- und Transportunfälle

Im Alter zwischen 0 und 6 Monaten ist das größte Risiko für das Kind ein Sturz etwa vom Wickeltisch oder bei unachtsamen Transport, schon ein Sturz aus ca. 1m kann zu schweren Kopfverletzungen führen. Oft unterschätzen junge Eltern die Beweglichkeit ihrer Kinder, deshalb immer eine Hand am Kind haben, wenn es auf dem Wickeltisch liegt. Ein stabiler Tisch mit hohen Seitenwänden ist ebenfalls ratsam, am sichersten ist natürlich das Wickeln insbesondere von nassen Kindern auf dem Bett oder auf dem Boden.

Verschlucken von Gegenständen

Ab etwa einem Alter von 7 Monaten bis 5 Jahren hat das Kind viel Zeit und besonders auch Energie, um das eigene Königreich zu erkunden. Der Forscherdrang zwingt es den Sprössling dann fast schon dazu, alles in den Mund zu nehmen oder in die Nase zu stecken. Dass das gefährlich sein kann, muss hoffentlich nicht erwähnt werden. Also: Kinder nur unter Aufsicht mit kleineren Gegenständen spielen lassen und alles sonstige, was in Mund oder Nase passt, wegsperren oder hoch auf dem Schrank lagern. Damit das Kind keinen Vergiftungen oder Verätzungen durch das Verschlucken von Reinigungsmitteln oder Medikamenten ausgesetzt ist, auch hier auf gute Lagerung achten und im Zweifel Schlösser oder Kindersicherungen an Schranktüren und Schubladen anbringen. Wer Pflanzen daheim hat, sollte auch darauf achten, dass diese beim eventuellen Verschlucken nicht giftig sind.

Elektrogefahr

Kaum irgendwo daheim ist es so gefährlich wie unter Papas Schreibtisch (vielleicht aber auch in seinem DIY-Schuppen) – Hier hängen Kabel, liegen Steckdosenverlängerungen und so manches läuft hier ständig auf Standby. Stromschlag ist besonders gefährlich, kann aber recht einfach vermieden werden. Für Steckdosen gibt es natürlich Kindersicherungs-Aufsätze, die sind aber nach neuester VDE-Norm nicht mehr zulässig, da der Abstand zwischen Stecker und Steckdose verändert wird, was zu Überhitzung führen kann. Hier am besten eine Steckdose mit bereits integrierter Sicherung selbst einbauen. Lose Kabel sind außerdem gefährlich, an ihnen kann herumgebissen werden, oder man überfährt sie achtlos mit dem Drehstuhl und schon gibt es eine nicht isolierte Stelle. Geordnet ist der Mann – Kabelmanagement betreiben und die Leitungen z.B. mit Kabelbindern absichern!

Treppen, Teich und sonstiges kindersicher

Der Sturz bleibt ein Risiko auch bei älteren Kindern, weshalb bestimmte Bereiche des Haushaltes abgesichert werden müssen. Treppen sollten nicht zugänglich sein, bevor das Kind sie nicht sicher heruntergehen kann. Ein Gartenteich sollte abgezäunt sein. Ecken und Kanten sind im Idealfall abgerundet oder gepolstert, wenn das Kind doch mal fällt, zahlt sich das aus. Natürlich auch Fenster geschlossen halten, wenn sie in kletterbarer Nähe sind! Das alles macht das Leben zuhause kindersicher.

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