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Schulalltag zwischen Homeschooling, Schulrucksäcke und Ranzen

Allein die Wasserflasche wiegt schwer in dem Ranzen meiner Tochter. Obwohl sie gar keinen Schulranzen hat, das war einmal. Sie hat jetzt einen Schulrucksack. Und der ist schwer, wie ich meine zu schwer für einen Kinderrücken. Aber so ist das wohl heutzutage oder was meint ihr?

Aktuell haben wir an unserer Schule kein Homeschooling. Die Maßnahmen funktionieren und sehen zunächst etwas anderes vor, als ganze oder halbe Klassen zuhause zu lassen. Obwohl, wie ich gestern in einer Mail von der Lehrerin meiner Tochter las, alles vorbereitet ist, sollte es doch von heute auf morgen eine Quarantäne-Anordnung geben – die gibt es ja auch für einzelne Kinder – und der Unterricht selbsttätig von zuhause aus erfolgen. Es gibt eine App, eine Website und den schon vorbereiteten Ordner im Fall des Falles. Also brauchen wir uns darüber keine Sorgen zu machen.

Wie ich schon ausführte, finde ich es gut, dass die Schulen und Kitas geöffnet bleiben und unsere Kids dort mit ihren Freundinnen und Kameraden unterrichtet werden, wie es sein soll. Das entlastet alle, die Lehrer, die Eltern und natürlich auch die Schulkinder.

Der Ranzen als Rucksack

Meine Schulranzen war noch aus Leder und ziemlich hart. Gibts heute auch noch, aber nicht für die Kids, die Erstklässler und Schulkinder der Mittelstufe. Sieht auch viel zu streberisch aus. Meine Maus nutzt schon länger einen Schulrucksack und natürlich hat sie auch mehrere Federtaschen, die schnell wechseln können, da sie die toll findet oder jene.

Langsam kommt sie in ein Alter, in dem es wirklich besser ist, sie geht in die Schule, als dass sie zuhause bliebe. Denn hier warten die ganzen Verlockungen des Wlans – WhatsApp, TikTok und Youtube. Sie setzt sich zwar immer noch einigermaßen gern an den Küchentisch zum Vokabellernen oder für die Hausaufgaben, aber es braucht schon mal einige deutliche Aufforderungen dazu.

Natürlich: Es wird irgendwann die Zeit kommen, in der man überwiegend digital lernt und gar nicht mehr so viel Schulsachen braucht. Und dann eben auch keinen Ranzen. Aber für das Pausenbrot, das Schreibenlernen und für echte Bücher wird man diese Dinge, Schulranzen und Schulrucksäcke immer brauchen. Und das ist gut so.

Wir werden sehen was kommt. Obwohl ich einerseits denke, dass die Ranzen heutzutage viel zu schwer erscheinen, sehe ich, dass die Kids sich zu wenig bewegen. Es gibt zu wenig Sportunterricht und in der Großstadt wie bei uns, hat man nicht so viel Strecke zu laufen, hat nicht so viel Platz und es gibt auch weniger Sportvereine. Und daher denke ich, dass es vielleicht doch nicht unbedingt schadet, wenn der Nachwuchs einen schweren Ranzen hin und herschleppt – um so quasi durch das Gewicht einen Trainingseffekt zu erzielen. Ja, ich rede mir die Sache schön. Aber Kinder zu haben, die in die Schule gehen können, ist schön. Es ist wunderschön.

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