Wenn das Geld für Urlaub nicht reicht

Urlaub ist die schönste Jahreszeit im Jahr. Alle freuen sich drauf, vor allem die Kinder auf den Sommerurlaub. Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein … Nur für manches Haustier kann so ein Familienurlaub zum Albtraum werden. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass eine Familie mit Kindern, geliebte Haustiere vor dem Jahresurlaub kurzerhand aussetzen. Denn Heutzutage gibt es Hundehotels und Katzenmuttis, Hamsteromas und Mäusemuttis. Da muss niemand verlustig gehen.

Kinder im Urlaub am Meer

Es ist kein Geheimnis: Urlaub ist teuer und das bekommen vor allem Familien zu spüren. Bereits 2014 lebten hierzulande über 3,4 Millionen minderjährige Kinder in Haushalten, bei denen das Geld nicht für eine einwöchige Urlaubsreise ausreicht. Diese erschreckende statistische Erhebung zeigt ganz deutlich, dass man eben doch offener über Geld sprechen müsste.

Tatsächlich wirkt die vom Europäischen Statistikamt Eurostat ermittelte Zahl in Prozent ausgedrückt noch erschütternder: 23,8 Prozent der unter 18-jährigen Kinder und Jugendlichen kommen nicht in den Genuss von Urlauben mit ihren Eltern, weil schlichtweg das Geld hierfür fehlt. Und wir sprechen hier nicht einmal von tollen Fernreisen in die USA oder nach Thailand, sondern auch von einer Woche an der Nord- oder Ostsee – eben solche Kindheitserlebnisse, an die wir uns auch im Erwachsenenalter noch gern bei einem Blick ins Familienfotoalbum erinnern.

Gemeinsamer Urlaub ist für Kinder UND Eltern elementar

Gerade heute bedeutet ein solcher Urlaub für die meisten Kinder aber noch viel mehr als die eigenen Erfahrungen beim Bauen der größten Sandburg am ganzen Strand oder beim Fangen von kleinen Krebsen mit dem Kescher: Aufgrund des immer stressiger werdenden Familienalltags ist Urlaub für Kinder oft die einzige Möglichkeit, die Eltern einmal in entspannter Atmosphäre zu erleben. Aus diesem Grund sind es natürlich auch nicht zuletzt die Kinder, die von einer Reise profitieren, sondern eben auch die Eltern selber. Für Alleinerziehende bzw. in Trennung lebende Elternteile gilt das ganz besonders und dabei speziell für die Papas, die ja nun einmal im Alltag meist am wenigsten gemeinsame Zeit mit ihren Kindern haben. Hier ist der gemeinsame Urlaub jedenfalls ein wichtiger Bestandteil der Papazeit.

Das erklärte Ziel: Urlaub möglich machen

Ich mag mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, seinen Kindern in die traurigen Augen zu blicken und ihnen zu sagen, dass es auch in den nächsten Sommerferien wieder keinen gemeinsamen Urlaub geben wird. Eines weiß ich aber: Ich würde alles daran setzen, um den Kids diesen Wunsch einmal zu erfüllen. Die letzten finanziellen Reserven zusammenkratzen, schauen, wo man vielleicht im Alltag noch besser sparen kann, ja, vielleicht auch die Großeltern um etwas finanzielle Unterstützung bitten. Und wenn das Geld dann immer noch nicht reicht, ist auch ein Kredit für die Reise eine Überlegung wert. Bei den derzeit niedrigen Zinsen fallen zumindest keine allzu hohen Zusatzkosten an, sodass auch die Laufzeit entsprechend so lang gewählt werden kann, dass das knappe Budget nicht belastet wird. Sucht man dann noch nach Möglichkeiten, den Urlaub möglichst günstig zu gestalten, sollte einer kurzen Reise hoffentlich nichts mehr im Wege stehen.

Bild: © istock.com/Kameel

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