Der Kampf zwischen Gefühl und Wissen

Gefühle Wissen

Ich denke nicht, dass mit dem Spruch auf dem Bild der übliche Frauenkram gemeint ist, einen Mann zu „lieben“, der ihr „nicht gut tut“, der ihr nicht reicht, sie nicht liebt, ein Arsch ist oder unfähig. Dieser langweile Scheiß ist Kinderkacke und man sollte da irgendwann rausgewachsen sein.

Natürlich, es hat mit Beziehungen zu tun. Aber Beziehung ist etwas Grundsätzlicheres. Beziehung hat man nicht nur zum vermeintlichen Liebespartner, sondern auch zu sich selbst, zum Leben, zur Welt, , zur Arbeit, zu Trauer und Schmerz, zum Vergnügen, zu Kindern, zu den Sternen …

In meinem Fall fühle ich unfassbare Enttäuschung, Verbitterung und Wut über die Mutter meiner Tochter, die ich auch zum Ausdruck bringe. Und gleichzeitig weiß ich, dass ich ruhig und friedlich bleiben müsste, wie ein Esel vor der Schlachtbank, dass ich loslassen und den Dingen ihren Lauf lassen muss. Weil ich eh nichts machen kann und niemand hilft. Dieser Kampf kostet enorm viel Kraft.

  • Ich weiß, dass ich meine Tochter nicht verlieren kann, weil sie immer nach ihrem Vater suchen wird und wenn sie alt genug ist, zu mir zurückkehren wird. Aber es fühlt sich an, als hätte ich sie für immer verloren.
  • Ich weiß, dass die Grausamkeit, die Gewalttätigkeit ihrer Mutter nicht bekämpfen, nicht ändern kann. Aber ich fühle, dass ich mich gegen diesen Machtmissbrauch auflehnen muss.
  • Ich weiß, dass das Familiengericht mir nichts Böses will. Aber ich fühle große Angst vor diesem Staat, der mir alles nehmen kann und mich wie einen Irren behandelt.

Bild von http://www.visualstatements.net/visuals/visualstatements/

Autor: Papalapapi

Meine Tochter kam im Mai 2009 gesund und munter zur Welt. Sie ist der süßeste Goldschatz, den es gibt. Mich beschäftigt das gesellschaftliche und persönliche Thema der Vaterschaft und der Familie. Ich selbst bin Spätgebärender ...

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